20 Jahre Stasi-Bunker

20 Jahre Museum im Stasi-Bunker

Bis 1974 errichtete die Stasi unter strengster Geheimhaltung in Machern bei Leipzig einen Bunker. Während der Friedlichen Revolution 1989 von Bürgern um Pfarrer Gottfried Süß enttarnt, kann die unterirdische Anlage auch dank des ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Helfer seit 1996 regelmäßig besichtigt werden. Heute ist der Bunker ein authentischer Ort im Leipziger Land, der über die kommunistische Diktatur aufklärt und bereits länger ein Museum, als er Ausweichführungsstelle des Leipziger Stasi-Chefs war.

 

Samstag, 10. September, 14.00 Uhr: kleiner Festakt mit Sektempfang

Begrüßung:

Tobias Hollitzer, Gedenkstättenleiter

Grußworte:

Doreen Lieder, Bürgermeisterin der Gemeinde Machern

Henry Graichen (angefragt), Landrat des Landkreises Leipzig

Roland Pohle, Mitglied des Sächsischen Landtages

Marian Wendt, Mitglied des Deutschen Bundestages

 

Samstag, 10. September, 15.00 Uhr: Ausstellungseröffnung

Die Plakatausstellung „Der Kalte Krieg - Ursachen, Geschichte, Folgen“ der Bundesstiftung Aufarbeitung und des Berlin Kolleg Kalter Krieg beleuchtet die komplexen Hintergründe des „Kalten Krieges“.

Sven Felix Kellerhoff, leitender Geschichtsredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, gibt eine Einführung und geht dabei auch der Frage nach, ob bei der Verwendung des Begriffs „Kalter Krieg“ der Konflikt der beiden Großmächte nicht fälschlich als der zweier moralisch gleichwertiger Militärblöcke wahrgenommen wird. Möglicherweise wird dabei übersehen, dass es sich um die Konfrontation von Diktatur und Demokratie, von Freiheit und Unfreiheit handelte.

 

Samstag, 10. September, 10.00 - 18.00 Uhr: Ständig Führungen durch den Bunker

Während der Führungen durch das unterirdische Museum werden Details zur Baugeschichte sowie die ausgeklügelte Versorgungs- und Nachrichtentechnik erläutert. Anlässlich des Jubiläums bietet das Bürgerkomitee Leipzig e.V. Führungen zum ermäßigten Preis an.

 

Sonntag, 11. September, 10.00 - 18.00 Uhr:Veranstaltungen im Museum im Stasi-Bunker

Tag des offenen Denkmals

Anlässlich der 975-Jahr-Feier von Machern im Juni 1991 be-sichtigten in einer Woche über 20.000 Besucher den Stasi-Bunker. Aufgrund des hohen Zuspruchs bemühte sich das Bürgerkomitee um den Erhalt der Anlage. Am Tag des offenen Denkmals 1996 öffnete der Bunker erstmals als Museum, sodass wir in diesem Jahr das 20jährige Jubiläum feiern können, zu welchem wir Sie herzlich einladen.

 

10.00 bis 18.00 Uhr

Ständig Führungen durch den Bunker

Während der Führungen durch das unterirdische Museum werden Details zur Baugeschichte sowie die ausgeklügelte Versorgungs- und Nachrichtentechnik erläutert. 

 

10.00 bis 18.00 Uhr

regelmäßige Filmvorführung

„Die Direktive 1/67“

Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mobilmachungspläne des MfS, die die SED-Diktatur auch im Ernstfall sichern sollten und den Bau von Bunkeranlagen sowie Planungen zu Isolierungslagern für Oppositionelle umfassten.

An beiden Tagen können Besucher das gastronomische Angebot der Gaststätte „Lübschützer Teiche“ auf dem Gelände des Museums im Stasi-Bunker nutzen.

 

Den Flyer zum Jubiläum finden Sie hier.