September 2019

Ausstellungsführungen und Veranstaltungen im September 2019

• täglich, 15.00 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellun „Stasi – Macht und Banalität“, Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Dienstag, 16.00 Uhr: Rundgang„Stasi intern“ – Hinter den Kulissen der „Runden Ecke“. Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Freitag und Samstag, 16.30 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellun „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, Treffpunkt: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal.

• jeden Samstag, 14.00 Uhr: Stadtrundgang„Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

• jedes letzte Wochenende, je 13.00 bis 16.00 Uhr:Museum im Stasi-Bunker (ehemalige Ausweichführungsstelle des MfS) in Machern geöffnet.

 

Weitere Veranstaltungen:

4.09. Mittwoch | 20.15 Uhr
„Heute vor 30 Jahren“:
Erstes Friedensgebet und Montagsdemo nach der Sommerpause 1989
Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch
Bei der Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ stehen herausragende Ereignisse des politischen Protestes im Mittelpunkt des Jahres 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten.
Im Laufe des September 1989 spitzte sich die Situation an der Nikolaikirche zu. Am 4. September hatten die Sicherheitskräfte wegen der Leipziger Herbstmesse nicht gewaltsam gegen die inzwischen tausenden Demonstranten eingegriffen. An den folgenden Montagen aber nahmen sie auf dem Nikolaikirchhof 120 Personen fest. Zahlreiche Oppositionelle erhielten mehrmonatige Haftstrafen, was zu DDR-weiten Solidaritätsaktionen führte.
Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Eintritt frei.

5.09. Donnerstag | 19 Uhr
„Der Turm“

Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im Stasi-Kinosaal“
Der zweiteilige Fernsehfilm „Der Turm“ (2012) von Regisseur Christian Schwochow zeigt das Leben der Familie Hoffmann zwischen 1982 und 1989. Im Villenviertel Dresdens lebend haben sie sich im bildungsbürgerlichen Milieu eingerichtet. Vater Richard ist erfolgreicher Chirurg und hofft Klinikchef zu werden, doch eine jahrelange Affäre mit seiner Sekretärin, mit der er ein Kind hat, wird ihm dabei zum Verhängnis. Es macht ihn für die Stasi erpressbar. Ehefrau und Sohn Christian ahnen nichts von Richards Doppelleben. Auch Sohn Christian steht unter Druck – beruflich und privat, denn er verliebt sich in eine Schriftstellerin, die die Vorgaben der Kulturbürokratie nicht beachten will. Der Film zeigt verschiedene Milieus der DDR und deren Zusammenhänge wie der Jugendbewegung, des Bildungs- und Gesundheitswesen, aber auch der Nachbarschaft und Familie.
Eintritt frei.

8.09. Sonntag | Museum in der "Runden Ecke"
Sonderführungen und -rundgänge sowie Podiumsgespräch
a) Stadtrundgang"Auf den Spuren der Friedlichen Revolution" um 11 Uhr
b) Rundgang"Stasi intern", regelmäßig von 11 bis 16 Uhr
c) Führung durch dieAusstellung "Stasi - Macht und Banalität" um 15 Uhr
d) Podiumsgespräch um 17 Uhr zum Thema "Chancen und Herausforderungen historischer Orte": Repressionsorte sind keine schönen Orte, aber notwendig, um Geschichte bewusster wahrzunehmen, mit Emotionalität und Authentizität zu verbinden. Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ arbeitet an verschiedenen solcher authentischer Erinnerungsorte. Welche Chancen, aber auch Herausforderungen dies hat, debattieren am Tag des offene Denkmals Gäste aus Politik, Kultur und Wissenschaft. Die Ausstellungen in der „Runden Ecke“ werden in original erhaltenen Arbeitsräumen der Staatssicherheit präsentiert. In der Debatte soll es auch darum gehen, wie dies in die Zukunft entwickelt werden kann. Zwischen 11 und 16 Uhr werden Rundgänge durch die Leipziger Stasi-Zentrale angeboten.
Eintritt frei. Führungen kostenpflichtig.

8.09. Sonntag | 10-16 Uhr | Museum im Stasi-Bunker
sowie am 28./29.09. | 13-16 Uhr
und am 26./27.10. | 13-16 Uhr

Die ehemalige Stasi-Ausweichführungsstelle
Ständig Führungen und Einblick in das Sanierungs- und Bauprojekt In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Chef der Leipziger Stasizentrale, der „Runden Ecke“, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Auch hätte er dazu gedient, sämtliche Aktionen zur Niederschlagung einer Volkserhebung zu koordinieren. Dafür war alles vorhanden: Luftfilter, Notstromaggregate, Krankenstation, Nachrichtentechnik, Schlafräume, Küche usw. Erst im Dezember 1989 wurde der streng gehütete Bunker entdeckt, nachdem sich nach der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale am 4. Dezember 1989 das wahre Ausmaß des Geheimdienstes offenbarte und bekannt wurde, dass die Stasi nicht nur die öffentlich bekannten Kreisdienststellen und Bezirksverwaltungen unterhielt.
An jedem letzten Wochenende können Besucher heute das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere besichtigen. Eine Ausstellung gibt Einblick in die zentral geregelte Mobilmachungsplanung und dokumentiert die spezielle Aufgabe des MfS im Ernstfall – bis hin zur geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionelle.
Eintritt frei. Führungen kostenpflichtig.

8.09. Sonntag | 11-16 Uhr | Ehemalige Zentrale Hinrichtungsstätte der DDR
Todesstrafe in der DDR – Hinrichtungen in Leipzig

Originalräume geöffnet, ständig Führungen
Gegen welches System die Menschen im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, wird auch an der Ehemaligen Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR deutlich, die sich ab 1960 in Leipzig befand. Nachweislich 64 Menschen sind hier hingerichtet worden. Die Leichen der Hingerichteten wurden in aller Heimlichkeit auf dem Leipziger Südfriedhof anonym verbrannt. An diesem Sonntag bietet sich die seltene Möglichkeit an ständigen Führungen durch die original erhaltene Hinrichtungsstätte teilzunehmen und etwas zum Themenbereich „Todesstrafe in der DDR – Hinrichtungen in Leipzig“ zu erfahren.
Führungen kostenpflichtig.

11.09. Mittwoch | 11-14 Uhr | Beratungsangebot der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Menschen, die Opfer politischer Verfolgung in der DDR geworden sind, können sich wieder von einem Mitarbeiter des Landesverbandes Sachsen der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) in den Räumen der Gedenkstätte beraten lassen und u.a. zur verwaltungsrechtlichen oder die beruflichen Rehabilitierung und über Wiedergutmachungsleistungen informieren. Um Voranmeldung wird gebeten.

19.09. Donnerstag | 17.00 Uhr | Promenaden Hauptbahnhof Leipzig
„Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“

Ausstellungseröffnung mit Vortrag und Sonderführung
Am einem der zentralen Schauplätze der Friedlichen Revolution von 1989 eröffnen ECE-Center-Manager Thomas Oehme und Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstatte Museum in der „Runden Ecke“, die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ in den Promenaden im Hauptbahnhof. Vor dem Gebäude standen am „Tag der Friedlichen Revolution“, dem 9. Oktober 1989, die Sicherheitskräfte bereit, um den Demonstrationszug aufzulösen. Zu dem Zeitpunkt war noch unklar, ob die Revolution blutig oder friedlich verlaufen würde. Doch angesichts der Übermacht von weit über 70.000 friedlichen Demonstranten mussten sich die bewaffneten Sicherheitskräfte zurückziehen.
Eintritt frei.

23.09. Montag | ab 20.00 Uhr
Liedermacher und DDR-Bürgerrechtler Stephan Krawczyk
Lesung und Konzert zur Eröffnung des 4. Lichtraums „Keine Gewalt!“
Das eigens zur Eröffnung des 4. Lichtraums organisierte Konzert steht wie der Lichtraum, den die Wiener Künstlerin Victoria Coeln gestaltet hat, unter dem Titel „Keine Gewalt“, um an eine zentrale Losung der Friedlichen Revolution zu erinnern. 1989 sind hunderttausende Menschen in der DDR gegen die gewaltbereite kommunistische Diktatur auf die Straße gegangen und haben einen demokratischen Rechtsstaat auch im Osten Deutschlands erkämpft. Der Ruf „Keine Gewalt“ ging im Herbst 1989 um die Welt und symbolisiert bis heute den Wunsch nach Freiheit und Demokratie.
Zum Thema „Keine Gewalt!“ entwickelte der Liedermacher Stephan Krawczyk ein eigenes Programm mit Texten und Liedern. Dabei erzählt und singt er über seine Erfahrung mit der totalitären SED-Diktatur aber auch zur Bedeutung von „Keine Gewalt“ für die heutigen politischen Auseinandersetzungen. Wegen systemkritischer Aussagen wurde der Künstler jahrelang von der Stasi beobachtet, bis er schließlich verhaftet und ausgebürgert wurde. Das Ende der DDR erlebte er in West-Berlin.
Eintritt frei.

25.09. Mittwoch | 19 Uhr | Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig
„Heute vor 30 Jahren“: Erste Montagsdemo auf dem Leipziger Ring

Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch
Bei der Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ stehen herausragende Ereignisse des politischen Protestes im Mittelpunkt des Jahres 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten.
Beim Friedensgebet am 25. September 1989 betonte Pfarrer Christoph Wonneberger in seiner Andacht in der überfüllten Nikolaikirche: „Wir können auf Gewalt verzichten.“ Nach dem Friedensgebet versperrten Polizeiketten die Straßen zum Markt. Daher bewegte sich die Menge zum heutigen Augustusplatz, vereinigte sich mit den in Nebenstraßen Wartenden und demonstrierte erstmals auf dem Leipziger Ring. Von dieser Situation offenbar überrascht, griff die Polizei nicht ein. Etwa 5.000 Personen liefen bis zum Richard-Wagner-Platz und kehrten dort ohne erkennbaren Anlass um. Diese Demonstration war der Auftakt der kraftvollen und friedlichen Leipziger Montagsdemonstrationen.
Am historischen Originalschauplatz, dem Leipziger Hauptbahnhof, kommen nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Beachten Sie den geänderten Veranstaltungsort am 25.09. um 19.00 Uhr in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig, Willy-Brandt-Platz 7, 04109 Leipzig.
Eintritt frei.

28./29.09. | 13-16 Uhr | Museum im Stasi-Bunker
Die ehemalige Stasi-Ausweichführungsstelle
Ständig Führungen und Einblick in das Sanierungs- und Bauprojekt In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Chef der Leipziger Stasizentrale, der „Runden Ecke“, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Auch hätte er dazu gedient, sämtliche Aktionen zur Niederschlagung einer Volkserhebung zu koordinieren. Dafür war alles vorhanden: Luftfilter, Notstromaggregate, Krankenstation, Nachrichtentechnik, Schlafräume, Küche usw. Erst im Dezember 1989 wurde der streng gehütete Bunker entdeckt, nachdem sich nach der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale am 4. Dezember 1989 das wahre Ausmaß des Geheimdienstes offenbarte und bekannt wurde, dass die Stasi nicht nur die öffentlich bekannten Kreisdienststellen und Bezirksverwaltungen unterhielt.
An jedem letzten Wochenende können Besucher heute das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere besichtigen. Eine Ausstellung gibt Einblick in die zentral geregelte Mobilmachungsplanung und dokumentiert die spezielle Aufgabe des MfS im Ernstfall – bis hin zur geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionelle.
Eintritt frei. Führungen kostenpflichtig.

 

Wechsel- sowie Wanderausstellungen:

Ganzjährig geöffnet
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
"Gwangju 1980": Fotoausstellung zur Demokratiebewegung in Südkorea

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die koreanische Halbinsel durch die Siegermächte – die USA und die Sowjetunion – in Nord und Süd geteilt. Als im Oktober 1979 der damalige Präsident Park Chung-Hee nach 18-jähriger Militärherrschaft durch einen Mann seines eigenen Geheimdienstes erschossen wurde, hoffte die Bevölkerung eine Demokratisierung des Landes. Zwei Monate später, im Dezember 1979, putsche sich General Chun Doo-Hwan an die Macht. Südkorea stand nun erneut unter der Herrschaft einer Militärregierung. Es kam landesweit zu Massenunruhen und Protesten, die am 18. Mai 1980 gewaltsam niedergeschlagen worden sind. In der Folge kam es zu zahllosen Verhaftungen und Ermordungen. Der Aufstand von Gwangju 1980 wird heute als Meilenstein für die Demokratiebewegung Südkoreas gefeiert. Die Ausstellung zeigt ehemals verbotene Fotos des Aufstandes, die Journalisten und Zivilisten unter Lebensgefahr aufgenommen haben. Die Bilder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Eintritt frei
Mo-So 10-18 Uhr
Besucheradresse: Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke", ehem. Stasi-Kinosaal

1.09.2019 bis 20.12.2019
Berlitz Center Leipzig
Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“

Mit der zweisprachigen Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“ können sich sowohl deutsch- als auch englischsprechende Besucher über die jüngste Geschichte und die Demokratieentwicklung in Deutschland informieren. Die revolutionären Ereignisse von 1989/90 sind ein Beispiel dafür, wie sich Bürger friedlich und erstmals erfolgreich gegen eine Diktatur gewandt haben, um Freiheit und demokratische Grundrechte zurückzuerlangen. Einzel- und Gruppenbesucher können sich nach vorheriger Anmeldung die Ausstellung zu den Öffnungszeiten ansehen.
Eintritt frei
Mo-Fr 9:0 – 17:00 Uhr
Besucheradresse: Berlitz Center, Petersstraße 32/34, 04109 Leipzig

19.09.2019 bis 9.10.2019
Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig
Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“

Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer der neuralgischen Punkte der Friedlichen Revolution: Dort standen am entscheidenden Abend des 9. Oktober 1989 – als noch unklar war, ob die Revolution blutig oder friedlich verlaufen würde – die Sicherheitskräfte bereit, um den Demonstrationszug aufzulösen. Doch angesichts der Übermacht von weit über 70.000 friedlichen Demonstranten musste die Leipziger SED-Führung auf Vorschlag des Volkspolizeichefs den Befehl zum Rückzug geben.
Anhand der Ausstellung wird deutlich, wie sich der politische Widerstand gegen das SED-Regime und der damit einhergehende demokratische Aufbruch in Leipzig entwickelt haben. Als Rundgang angelegt, führt die Präsentation an Originalschauplätze in der Leipziger Innenstadt und verdeutlicht durch den chronologischen Aufbau, wie aus den Protesten einzelner eine Massenbewegung entstand, die sowohl die SED-Diktatur in der DDR zum Einsturz brachte als auch den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands ebnete.
Eintritt frei
Mo-Sa 9-22 Uhr & So 13-18 Uhr
Besucheradresse: Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig, Willy-Brandt-Platz 7, 04109