Oktober 2019

Ausstellungsführungen und Veranstaltungen im Oktober 2019

• täglich, 15.00 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“, Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Dienstag, 16.00 Uhr: Rundgang „Stasi intern“ – Hinter den Kulissen der „Runden Ecke“. Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Freitag und Samstag, 16.30 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, Treffpunkt: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal.

• jeden Samstag, 14.00 Uhr: Stadtrundgang „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

• jedes letzte Wochenende, je 13.00 bis 16.00 Uhr: Museum im Stasi-Bunker (ehemalige Ausweichführungsstelle des MfS) in Machern geöffnet.

 

Weitere Veranstaltungen:

2.10. Mittwoch | 19 Uhr
„Heute vor 30 Jahren“: 20.000 Demonstranten auf dem Ring – Die Montagsdemos werden zur Massenbewegung

Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch
Bei der Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ stehen herausragende Ereignisse des politischen Protestes im Mittelpunkt des Jahres 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten.
Im Sommer 1989 verließen Zehntausende die DDR über Ungarn, Polen und die ?SSR in Richtung Westen, sodass am 3. Oktober 1989 die Grenzen endgültig geschlossen wurden. Die Massenflucht veranlasste zunehmend mehr Menschen, ihren Protest auch im Land offen zu artikulieren. Wegen des großen Andrangs fand das Friedensgebet am 2. Oktober 1989 erstmals auch in der Reformierten Kirche statt. Am Abend formierte sich auf dem heutigen Augustusplatz der bisher größte Demonstrationszug. Bis zu 20.000 Menschen demonstrierten friedlich auf dem Ring. Die Sicherheitskräfte versuchten den Zug durch eine Sperrkette in Höhe der Reformierten Kirche zu blockieren. Dem Druck der Masse hielten die Volkspolizisten nicht stand, sodass Tausende bis zur Thomaskirche liefen. Dort griff die Polizei erneut ein, erstmals in Sonderausrüstung mit Helm, Schild und Schlagstock sowie mit Hunden. Die SED rechtfertigte den bisher brutalsten Einsatz in Leipzig und diffamierte die Demonstranten in der Leipziger Volkszeitung als Rowdys.
Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Eintritt frei.

3.10. Donnerstag | Tag der Deutschen Einheit
Sonderführungen und -rundgänge

Führungen
a) kombinierte Führung durch die beiden Ausstellungen "Stasi - Macht und Banalität" und "Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution" um 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr.
b) zusätzliche Stadtrundgang „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ um 11 Uhr und 14 Uhr.
Führungen kostenpflichtig.

3. bis 8.10. Donnerstag bis Dienstag | 19:15-21 Uhr | Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse
Herbstkino am Mätthäikirchhof – Ein Projekt des Arbeitskreises „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“

Filmwoche
Der monströse Gebäudekomplex der früheren Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig zwischen Dittrichring und Matthäikirchhof thronte bis 1989 als „Zwingburg der SED-Diktatur“ mitten in der Stadt. Während der Friedlichen Revolution führten die Montagsdemonstrationen seit dem 2. Oktober 1989 an dem Gebäudekomplex vorbei, der am 4. Dezember 1989 friedlich besetzt wurde. So ist die „Runde Ecke“ heute sowohl ein authentischer Ort der Geschichte von Repression und Unterdrückung in der DDR als auch der Selbstbefreiung von der SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution. Der einst einschüchternde Ort der Diktatur soll zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt und ein Zentrum lebendiger Demokratie und des Austausches von Generationen zu Zeitgeschichte, Gegenwart und Zukunft werden. Beim „Herbstkino am Matthäikirchhof“ werden vom 3. bis 8. Oktober 2019 jeweils von 19.15 bis 21.00 Uhr Filme gezeigt, die sich mit der SED-Diktatur der DDR, der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit sowie dem nachfolgenden Transformationsprozess befassen. Das konkrete Programm finden Sie unter www.herbst89.de. Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen im ehemaligen Stasi-Kinosaal statt.

7.10. Montag | 19 Uhr
„Heute vor 30 Jahren“: Landesweite Proteste gegen das Regime am 40. Jahrestag der DDR

Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch
Bei der Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ stehen herausragende Ereignisse des politischen Protestes im Mittelpunkt des Jahres 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten.
Obwohl sich die DDR in einer existenziellen Krise befand, bereitete die SED das 40-jährige Staatsjubiläum mit großem propagandistischem Aufwand vor. Zeitgleich wurde der Protest lauter. Auch in Leipzig stand der 7. Oktober 1989 im Zeichen von offiziellen Jubelfeiern und offenem Protest der Bevölkerung. Auch wenn die Nikolaikirche an diesem Tag geschlossen war, versammelten sich, ohne dass dazu aufgerufen wurde, seit den Vormittagsstunden immer wieder Menschen auf dem Nikolaikirchhof und versuchten auf dem Ring zu demonstrieren. Die Menschenmenge wuchs zeitweise auf über 4.000 Personen an. Wie in vielen anderen Städten wurden an diesem Tag auch in Leipzig Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Die Polizei setzte Schlagstöcke sowie Hunde und erstmals auch Wasserwerfer ein – für die Bürger ein bis dahin unbekanntes Bild. Es gab zahlreiche Verletzte und Festnahmen. Allein in Leipzig wurden 210 Personen unter menschenunwürdigen Bedingungen teilweise länger als 24 Stunden in Pferdeställen auf dem Agra-Gelände in Markkleeberg eingesperrt.
Um den „Spuk ein für alle mal [zu] beenden“ drohte das SED-Regime am darauffolgenden Montag mit dem Einsatz von Schusswaffen. Am 9. Oktober 1989 gingen trotz großer Ängste weit über 70.000 Bürger auf die Straße und errangen mit dem friedlichen Verlauf einen entscheidenden Sieg über das Regime.
Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Eintritt frei.

9.10. Mittwoch | 9-13.30 Uhr
„Der 9. Oktober 1989 – Tag der Entscheidung“

Schülerveranstaltung
Schüler ab der 8. Klasse können an einer speziellen Schülerveranstaltung an einem Originalschauplatz der Friedlichen Revolution teilnehmen und am 9. Oktober – dem Tag der Entscheidung – mit Film, Zeitzeugengespräch und Ausstellungkurzführung mehr über diesen Tag und die damaligen Hintergründe erfahren.
So ist die Veranstaltung eine inhaltliche Vorbereitung auf das abendliche Lichtfest auf dem Leipziger Ring, da sich die Schülerinnen und Schüler bereits vorab mit zentralen Ereignissen befassen konnten, die im Herbst ’89 zum Sturz der Diktatur in der DDR beitrugen und den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands in einem vereinten Europa ebneten.
Beginn der zweistündigen Veranstaltung ist 9.00 Uhr und 11.30 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Führungen kostenpflichtig.

9.10. Mittwoch | Tag der Friedlichen Revolution
Sonderführungen und -rundgänge

Führungen
a) Stadtrundgang „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ um 11 Uhr.
Führungen kostenpflichtig.
b) Führung durch die Ausstellung "Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution" um 13 Uhr.
c) Führung durch die Ausstellung "Stasi - Macht und Banalität" um 15 Uhr.
Führungen kostenpflichtig.

9.10. Mittwoch | 18-24 Uhr | Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale (bei der Klinger-Treppe)
Historische Aufnahmen der Montagsdemonstrationen

Projektion von historischem Filmmaterial am authentischen Ort
Mit den Rufen „Wir sind das Volk“ und „Keine Gewalt“ haben sich in Leipzig am 9.Oktober 1989 weit mehr als siebzigtausend Menschen dem SED-Regime trotz drohenden Schießbefehls friedlich entgegengestellt. Sie forderten das Ende der SED-Diktatur und wollten stattdessen Freiheit, Bürgerrechte und einen demokratischen Rechtsstaat. Auf Grund der Übermacht der weit über 70.000 Demonstranten mussten sich die bereitstehenden bewaffneten Sicherheitskräfte zurückziehen. Der Tag wird als Sieg über die SED-Diktatur gefeiert. Historische Original-Aufnahmen der entscheidenden Montagsdemonstrationen vom 7. und 9. Oktober 1989 werden an diesem Abend auf dem Innenhof der früheren Leipziger Stasi-Zentrale projiziert.
Eintritt frei. 

9.10. Montag | 19-23 Uhr
Lange Ausstellungsnacht mit ständigen Kurzführungen – Zeitgeschichte an Original-Orten
Die „Runde Ecke“ war während der Montagsdemonstrationen 1989 der neuralgische Punkt, an dem immer die Gefahr einer gewaltsamen Eskalation bestand. Um dies zu verhindern, wurden jede Woche tausende Kerzen vor dem Haus und auf den Treppenstufen abgestellt. Im Anschluss an das Lichtfest auf dem Leipziger Augustusplatz sind die original erhaltenen Räumlichkeiten der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit geöffnet, so dass sich Besucher die Ausstellungen „Stasi – Macht und Banalität“ und „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ ansehen oder an einer der ständigen Führungen durch beide Ausstellungen teilnehmen können.
Direkt am „Lichtring“ gelegen, ist die Gedenkstätte als authentischer Ort während der gesamten Zeit öffentlich zugänglich.
Eintritt frei.

Ab 10.10. Mittwoch| 18-24 Uhr | Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse
„HORCHTURM an der OHRENBURG“

Lichtprojekt
Der Treppenturm des Neubaus der Leipziger Stasi- Zentrale mit seiner an Ohren erinnernden Verkleidung wird zwischen 18.00 und 24.00 Uhr erleuchtet. Diese Lichtinstallation erinnert mit dem von weitem sichtbaren blauen Licht im Treppenhaus des Stasi-Gebäudes an den friedlichen Sturz der SED-Diktatur, die Wiedererlangung von Freiheit und demokratischem Rechtsstaat sowie der Deutschen Einheit. Als optische Landmarke wird die Lichtfarbe weithin sichtbar sein und die Dimension des gesamten Stasikomplexes eindrucksvoll symbolisieren. Zentrale Forderungen der Friedlichen Revolution werden an den Fassaden des Gebäudeensembles gezeigt und so die Aktualität für Gegenwart und Zukunft verdeutlicht.
Dieses Projekt wird an den historischen Daten der ab dem Herbst ’89 regelmäßig stattfindenden Monatsdemonstrationen wiederholt, bis zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990.
Eintritt frei.

26./27.10. | 13-16 Uhr | Museum im Stasi-Bunker
Die ehemalige Stasi-Ausweichführungsstelle
Ständig Führungen und Einblick in das Sanierungs- und Bauprojekt In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Chef der Leipziger Stasizentrale, der „Runden Ecke“, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Auch hätte er dazu gedient, sämtliche Aktionen zur Niederschlagung einer Volkserhebung zu koordinieren. Dafür war alles vorhanden: Luftfilter, Notstromaggregate, Krankenstation, Nachrichtentechnik, Schlafräume, Küche usw. Erst im Dezember 1989 wurde der streng gehütete Bunker entdeckt, nachdem sich nach der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale am 4. Dezember 1989 das wahre Ausmaß des Geheimdienstes offenbarte und bekannt wurde, dass die Stasi nicht nur die öffentlich bekannten Kreisdienststellen und Bezirksverwaltungen unterhielt.
An jedem letzten Wochenende können Besucher heute das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere besichtigen. Eine Ausstellung gibt Einblick in die zentral geregelte Mobilmachungsplanung und dokumentiert die spezielle Aufgabe des MfS im Ernstfall – bis hin zur geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionelle.
Eintritt frei. Führungen kostenpflichtig.

29.10. Dienstag | 13.45 Uhr | Berufsschule BSZ1 Leipzig
„Wie war das damals im Herbst 1989 und bei der Grenzöffnung?“

Vorführung eines filmischen Schülerprojekts mit anschließendem Podiumsgespräch
In einem speziellen Schülerprojekt erarbeiten Schüler des Beruflichen Gymnasiums einen Film an Originalschauplätzen der Friedlichen Revolution von 1989, bei denen sie mit Zeitzeugen zusammenarbeiten. Im Projekt gehen sie der zentralen Fragestellung nach, wie es damals im Herbst 1989 und bei der Grenzöffnung war. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle die Mauer und die innerdeutsche Grenze bei den Protesten gespielt hat, also wie der individuelle und bürgerschaftliche Widerstand zur Überwindung der Mauer und innerdeutscher Grenze und damit auch „Eisernem Vorhang“ in Europa beitrug.
Der Film wird von den Schülern im Beisein von Mitwirkenden vorgeführt. Im anschließenden Gespräch diskutieren sie aber auch mit Schülern und Lehrern über die Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht. Das Projekt wird unterstützt durch die Medienhochschule SAE Institute Leipzig und ist Teil eines größeren Schülerprojektes des Netzwerkes Europäisches Kulturerbe „Eiserner Vorhang“, zu dem die Gedenkstätte seit 2012 gehört.
Eintritt frei. Voranmeldung wünschenswert, da die Platzanzahl begrenzt ist.

 

Wechsel- und Wanderausstellungen:

Ganzjährig geöffnet
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
"Gwangju 1980": Fotoausstellung zur Demokratiebewegung in Südkorea

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die koreanische Halbinsel durch die Siegermächte – die USA und die Sowjetunion – in Nord und Süd geteilt. Als im Oktober 1979 der damalige Präsident Park Chung-Hee nach 18-jähriger Militärherrschaft durch einen Mann seines eigenen Geheimdienstes erschossen wurde, hoffte die Bevölkerung eine Demokratisierung des Landes. Zwei Monate später, im Dezember 1979, putsche sich General Chun Doo-Hwan an die Macht. Südkorea stand nun erneut unter der Herrschaft einer Militärregierung. Es kam landesweit zu Massenunruhen und Protesten, die am 18. Mai 1980 gewaltsam niedergeschlagen worden sind. In der Folge kam es zu zahllosen Verhaftungen und Ermordungen. Der Aufstand von Gwangju 1980 wird heute als Meilenstein für die Demokratiebewegung Südkoreas gefeiert. Die Ausstellung zeigt ehemals verbotene Fotos des Aufstandes, die Journalisten und Zivilisten unter Lebensgefahr aufgenommen haben. Die Bilder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Eintritt frei
Mo-So 10-18 Uhr
Besucheradresse: Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke", ehem. Stasi-Kinosaal

1.09.2019 bis 20.12.2019
Berlitz Center Leipzig
Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“

Mit der zweisprachigen Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“ können sich sowohl deutsch- als auch englischsprechende Besucher über die jüngste Geschichte und die Demokratieentwicklung in Deutschland informieren. Die revolutionären Ereignisse von 1989/90 sind ein Beispiel dafür, wie sich Bürger friedlich und erstmals erfolgreich gegen eine Diktatur gewandt haben, um Freiheit und demokratische Grundrechte zurückzuerlangen. Einzel- und Gruppenbesucher können sich nach vorheriger Anmeldung die Ausstellung zu den Öffnungszeiten ansehen.
Eintritt frei
Mo-Fr 9:0 – 17:00 Uhr
Besucheradresse: Berlitz Center, Petersstraße 32/34, 04109 Leipzig

19.09.2019 bis 9.10.2019
Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig
Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“

Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer der neuralgischen Punkte der Friedlichen Revolution: Dort standen am entscheidenden Abend des 9. Oktober 1989 – als noch unklar war, ob die Revolution blutig oder friedlich verlaufen würde – die Sicherheitskräfte bereit, um den Demonstrationszug aufzulösen. Doch angesichts der Übermacht von weit über 70.000 friedlichen Demonstranten musste die Leipziger SED-Führung auf Vorschlag des Volkspolizeichefs den Befehl zum Rückzug geben.
Anhand der Ausstellung wird deutlich, wie sich der politische Widerstand gegen das SED-Regime und der damit einhergehende demokratische Aufbruch in Leipzig entwickelt haben. Als Rundgang angelegt, führt die Präsentation an Originalschauplätze in der Leipziger Innenstadt und verdeutlicht durch den chronologischen Aufbau, wie aus den Protesten einzelner eine Massenbewegung entstand, die sowohl die SED-Diktatur in der DDR zum Einsturz brachte als auch den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands ebnete.
Eintritt frei
Mo-Sa 9-22 Uhr & So 13-18 Uhr
Besucheradresse: Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig, Willy-Brandt-Platz 7, 04109