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November 2019

• täglich, 15.00 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“, Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Dienstag, 16.00 Uhr: Rundgang „Stasi intern“ – Hinter den Kulissen der „Runden Ecke“. Treffpunkt: Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• jeden Freitag und Samstag, 16.30 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, Treffpunkt: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal.

• jeden Samstag, 14.00 Uhr: Stadtrundgang „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

• jedes letzte Wochenende, je 13.00 bis 16.00 Uhr: Museum im Stasi-Bunker (ehemalige Ausweichführungsstelle des MfS) in Machern geöffnet.

Weitere Veranstaltungen:

• Donnerstag, 7. November 2019, 19.00 Uhr: Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im Stasi-Kinosaal“: Vorführung des Films „Flucht in die Freiheit“
Anlässlich des bevorstehenden 30. Jahrestages des Mauerfalls wird der Film „Flucht in die Freiheit“ vorgeführt. Darin widmet sich das ZDF besonders bewegenden Flüchtlingsschicksalen. Nachdem das SED-Regime in der Nacht zum 13. August 1961 in Berlin die Sektorengrenzen zum Westen geschlossen hatte, versuchten Tausende Menschen die Absperrungen zu überwinden und in den Westen zu fliehen. Sie sprangen über Stacheldraht, fälschten Pässe, riskierten ihr Leben im Todesstreifen, kaperten U-Bahnen – einer stahl sogar einen Panzerwagen, um die Mauer zu überwinden. Es war der Mut der Verzweiflung, der die Menschen antrieb, mit allen Mitteln die Grenze zu überwinden. 28 Jahre blieb sie stehen. Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Eintritt frei. Veranstaltungsort: ehemaliger Stasi-Kinosaal der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

• Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr: Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, Teil 11 zum Schweigemarsch zum Gedenken an die Pogromnacht als erste genehmigte nichtstaatliche Demonstration in Leipzig
Die Protestwelle auf den Straßen der DDR erreichte Anfang November 1989 ihren Höhepunkt. Selbst strömender Regen hielt die Menschen am 6. November 1989 nicht vom Demonstrieren ab – an der machtvollsten Leipziger Montagsdemonstration nahmen bis zu 500.000 Menschen teil. Immer deutlicher forderten sie die Aufgabe des Machtmonopols der SED, freie Wahlen, die Zulassung der neuen Oppositionsgruppen und uneingeschränkte Reisefreiheit. Allein in der ersten Novemberwoche hatten 45.000 DDR-Bürger über die wieder geöffnete Grenze zur ?SSR das Land verlassen. Am 9. November 1989 fiel in Berlin die Mauer. Am selben Abend erinnerten zehntausende Menschen in Leipzig auf einem vom Neuen Forum initiierten Schweigemarsch an den 51. Jahrestag der Reichspogromnacht. Bereits seit 1983 hatten Leipziger Bürgerrechtsgruppen unabhängige Gedenkveranstaltungen organisiert. Die Erinnerung an den Holocaust und die Auseinandersetzung mit rechtsextremen Tendenzen war immer auch fester Bestandteil der DDR-Bürgerbewegung, teils gegen den Widerstand der SED-Diktatur. Auch im Jahr der Friedlichen Revolution liefen die Teilnehmer vom Nikolaikirchhof mit Kerzen durch die Innenstadt bis zur Gottschedstraße, um auf dem ehemaligen Standort der Synagoge der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Nur einen Tag zuvor, am 8. November 1989, hatte die SED das Neue Forum offiziell zulassen müssen. Damit war eine weitere Kernforderung der Demonstranten erfüllt. Der Schweigemarsch war die erste genehmigte nichtstaatliche Demonstration in Leipzig. Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch. Eintritt frei. Veranstaltungsort: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal.

• Mittwoch, 13. November 2019, 11.00 – 14.00 Uhr: Beratungsangebot der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Menschen, die Opfer politischer Verfolgung in der DDR geworden sind, können sich wieder von einem Mitarbeiter des Landesverbandes Sachsen der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) in den Räumen der Gedenkstätte beraten lassen und u.a. zur verwaltungsrechtlichen oder die beruflichen Rehabilitierung und über Wiedergutmachungsleistungen informieren. Um Voranmeldung wird gebeten. Veranstaltungsort: Meldung in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Ausstellungsbüro.

• Montag, 18. November 2019, 19.00 Uhr: Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, Teil 12 zur ersten genehmigten Kundgebung des Neuen Forums am 18. November 1989 als erste genehmigte Protestkundgebung in Leipzig
Der Ruf der Montagsdemonstranten „Neues Forum zulassen“ stand für die Kernforderung, demokratische Strukturen in der DDR einzuführen. Am 8. November 1989 hatte sich die SED dem Druck der Straße beugen müssen und das Neue Forum legalisiert. Wenig später folgten der Demokratische Aufbruch, Demokratie Jetzt, die Sozialdemokratische Partei und viele andere demokratische Gruppen. Damit stand dem Blockparteiensystem der SED erstmals eine rechtmäßige Opposition gegenüber. Bereits am 18. November 1989 veranstaltete das Neue Forum auf dem heutigen Simsonplatz die erste genehmigte Protestkundgebung in Leipzig. Weit über 10.000 Personen aus verschiedenen Bezirken folgten dem Aufruf. Die in den Reden vorgetragenen Forderungen gingen von weitreichenden Reformen des Sozialismus bis hin zur Kontrolle oder sogar Auflösung der Staatssicherheit. Die Kundgebung dauerte über drei Stunden – bei Sonnenschein, aber eisiger Kälte harrten die Teilnehmer aus. Die Veranstaltung war bewusst als offenes Forum organisiert. Redner aus verschiedenen politischen Richtungen waren geladen. Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch. Eintritt frei. Veranstaltungsort: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, ehemaliger Stasi-Kinosaal.

• Samstag und Sonntag, 23. und 24. November 2019, je 13.00 bis 16.00 Uhr: Museum im Stasi-Bunker (ehemalige Ausweichführungsstelle des MfS) in Machern geöffnet.
Ständig Führungen. In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Leiter der bezirklichen Geheimdienstzentrale, der Leipziger „Runden Ecke”, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Zu besichtigen sind das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere. Eine Ausstellung gibt Einblick in die zentral geregelte Mobilmachungsplanung und dokumentiert die spezielle Aufgabe des MfS im Ernstfall – bis hin zur geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionellen. Besucheradresse: Naherholungsgebiet Lübschützer Teiche, Flurstück 439, 04827 Machern.

• Freitag, 29. November 2019, ab 13.00 Uhr: Verlegung von 16 neuen Stolpersteinen für Opfer der NS-Diktatur.
Bisher liegen 549 Stolpersteine an 198 Orten in Leipzig. Am Freitag, den 29. November 2019, werden 16 weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur folgen. Vor den ehemaligen Wohnorten verfolgter und ermordeter Menschen verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig diese Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg. Beginn der Verlegungen ist um 13.00 Uhr in der Oeserstraße 23. Danach folgen Verlegungen an fünf weiteren Orten, zuletzt um 16.00 Uhr in der Gohliser Straße 2. Anwesend sind auch Familienangehörige, die unter anderem auch aus Israel und der Schweiz anreisen werden. Adressen und genaue Uhrzeiten sind auf der Webseite www.stolpersteine-leipzig.de abrufbar.

 

Wechsel- und Wanderausstellungen:

Ganzjährig geöffnet
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
"Gwangju 1980": Fotoausstellung zur Demokratiebewegung in Südkorea

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die koreanische Halbinsel durch die Siegermächte – die USA und die Sowjetunion – in Nord und Süd geteilt. Als im Oktober 1979 der damalige Präsident Park Chung-Hee nach 18-jähriger Militärherrschaft durch einen Mann seines eigenen Geheimdienstes erschossen wurde, hoffte die Bevölkerung eine Demokratisierung des Landes. Zwei Monate später, im Dezember 1979, putsche sich General Chun Doo-Hwan an die Macht. Südkorea stand nun erneut unter der Herrschaft einer Militärregierung. Es kam landesweit zu Massenunruhen und Protesten, die am 18. Mai 1980 gewaltsam niedergeschlagen worden sind. In der Folge kam es zu zahllosen Verhaftungen und Ermordungen. Der Aufstand von Gwangju 1980 wird heute als Meilenstein für die Demokratiebewegung Südkoreas gefeiert. Die Ausstellung zeigt ehemals verbotene Fotos des Aufstandes, die Journalisten und Zivilisten unter Lebensgefahr aufgenommen haben. Die Bilder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Eintritt frei
Mo-So 10-18 Uhr
Besucheradresse: Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke", ehem. Stasi-Kinosaal

16.09.2019 bis 20.12.2019
Berlitz Center Leipzig
Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“

Mit der zweisprachigen Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“ können sich sowohl deutsch- als auch englischsprechende Besucher über die jüngste Geschichte und die Demokratieentwicklung in Deutschland informieren. Die revolutionären Ereignisse von 1989/90 sind ein Beispiel dafür, wie sich Bürger friedlich und erstmals erfolgreich gegen eine Diktatur gewandt haben, um Freiheit und demokratische Grundrechte zurückzuerlangen. Einzel- und Gruppenbesucher können sich nach vorheriger Anmeldung die Ausstellung zu den Öffnungszeiten ansehen.
Eintritt frei
Mo-Fr 9:0 – 17:00 Uhr
Besucheradresse: Berlitz Center, Petersstraße 32/34, 04109 Leipzig