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Newsletter März 2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie auf unsere kommenden Veranstaltungen hinweisen.

 

Am Donnerstag, den 5. März 2020, um 19.00 Uhr, führen wir im Rahmen unserer Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehemaligen Stasi-Kinosaal“, die beiden Filme „Stasi im Kinderzimmer“ (2019, Länge: 45 Minuten) „Stasi auf dem Schulhof“ (2012, Länge: 48 Minuten) vor.


ACHTUNG!

Wie am 3.März 2020 bekannt gegeben wurde, wird die Buchmesse 2020 aufgrund des Sicherheitsrisikos, das mit dem Coronavirus verbunden ist, abgesagt. Davon sind jedoch nicht die Veranstaltungen im Rahmen von „Leipzig liest“ betroffen, die in der Stadt Leipzig stattfinden (und nicht auf dem Messegelände). Daher wird die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ weiterhin an ihren geplanten Veranstaltungen vom 12. bis 15. März 2020 festhalten. Dies gilt natürlich nur unter Vorbehalt. Sobald sich die Situationen gravierend verschlechtern sollte, wird das Bürgerkomitee entsprechend reagieren und auch über diesen Newsletterverteiler informieren.

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ lädt wie in jedem Jahr mit einem vielfältigen Programm zum beliebten Lesefest „Leipzig liest“ zur Leipziger Buchmesse ein. Sie dürfen sich wieder auf zahlreiche Buchpremieren, Lesungen, Kurzfilme und Diskussionen in der „Runden Ecke“ freuen.

 

Eine Übersicht zu allen Veranstaltungen können Sie der Rubrik „Wir laden ein“ entnehmen. Unsere hauseigene Broschüre können Sie sich zuschicken lassen, im Museum abholen oder auf der Website der Gedenkstätte als PDF-Datei herunterladen. Der Eintritt zu allen Buchvorstellungen und Lesungen ist frei.

 

Am Wochenende vom 28. und 29. März 2020 hat zudem das Museum im Stasi-Bunker bei Machern jeweils von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Zu besichtigen sind dabei das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände sowie das komplette Bunkerinnere. Besucher erfahren hier u.a., wie die Stasi auch im Ernstfall die SED-Diktatur sichern wollte.

 

Wir freuen uns, Sie in der Gedenkstätte begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen spannende Veranstaltungen sowie interessante Gespräche.

 

Ihr Bürgerkomitee Leipzig e.V.

 

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INHALT

WIR LADEN EIN

StÄNDIGE ANGEBOTE

AUS DER ARBEIT DER GEDENKSTÄTTE

Rückblick

Aus dem Gästebuch

 

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Wir laden ein

 

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FILMVORFÜHRUNGEN IM RAHMEN DER FILMREIHE „ZEITGESCHICHTE AUF DER LEINWEAND IM EHEMALIGEN STASI-KINOSAAL“AM DONNERSTAG, DEN 05. MÄRZ 2020, UM 19.00 UHR: „STASI IM KINDERZIMMER“ (2019, LÄNGE: 45 MINUTEN) UND „STASI AUF DEM SCHULHOF“ (2012, LÄNGE: 48 MINUTEN)

In der DDR wurden auch Jugendliche von der Stasi angeworben, um als Spitzel „für den Frieden“ zu arbeiten. Viele von ihnen leiden bis heute unter den Spätfolgen. In der Dokumentation „Stasi im Kinderzimmer“ wird über vier Einzelschicksale von Jugendlichen berichtet, die vom MfS als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) angeworben wurden, darunter Christian Ahnsehl. Als 15-jähriger wurde er von der Stasi erpresst, eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben. Sascha Kriese hingegen wurde von seinen Eltern davor bewahrt, einen Vertrag mit der Stasi zu unterzeichnen.

Die Vorführung des Films „Stasi im Kinderzimmer findet in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Am Ende der DDR arbeiteten etwa 8.000 Kinder und Jugendliche als IM für die Staatssicherheit. Sie wurden in Jugendclubs, in Kirchen und an Schulen dazu aufgefordert, ihre Freunde auszuhorchen oder über ihre Eltern zu berichten. Der Dokumentationsfilm „Stasi auf dem Schulhof“ befasst sich mit den Berichten von vier Personen. Marko war 17 Jahre alt, als ihn die Staatssicherheit über seine Dresdner Schule kontaktierte. Kerstin und Elvira besuchten in den 1970er Jahren das Internat Wickersdorf für angehende Russischlehrer. Auch sie waren noch minderjährig, als sie ins Direktorenzimmer bestellt wurden und dort auf Männer der Staatssicherheit trafen. „Ich hatte das Gefühl, die wissen alles über mich“, sagt Kerstin heute über das Anwerbegespräch im Büro des Schuldirektors, „ich hatte auch die Befürchtung, wenn ich da nicht mitmache, dass ich dann auch mein Abitur nicht machen kann.“ Unter Druck gesetzt, unterschreibt sie die Verpflichtung, niemandem davon zu erzählen, selbst den eigenen Eltern nicht.

Die Filmreihe wird gefördert durch den Freistaat Sachsen mit der Projektreihe: Revolution Demokratie.

Veranstaltungsort: ehemaliger Stasi-Kinosaal in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.

 

MITTWOCH, 11. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: STADTRUNDGANG: „AUF DEN SPUREN DER FRIEDLICHEN REVOLUTION“ (SONDERFÜHRUNG)

Herbst ’89: Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, den Montagsdemonstrationen auf dem Innenstadtring und der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale gingen um die Welt. Die Chronik des Herbstes ‘89 begann in Leipzig aber nicht erst mit den Demonstrationen im September und Oktober. Der geführte Stadtrundgang erinnert an markanten Punkten der Leipziger Innenstadt an die historische Entwicklung des Jahres 1989. Zeitgeschichte wird am Ort des Geschehens lebendig und nachvollziehbar. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche. Außerdem zu finden ist die Open-Air-Ausstellung „Orte der Friedlichen Revolution“ mit 20 Informationsstelen im Stadtraum, die mit der App „Leipzig ‘89“, welche auch als Audio-Guide fungiert, mehrsprachig erkundet werden kann.

Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 12.00 UHR: BUCHPRÄSENTATION, KURZFILM UND GESPRÄCH

WOLF KARGE: STINTENBURG IM SCHAALSEE –RITTERGUT, FLÜCHTLINGSLAGER, GRENZERKASERNE UND ZENTRALSCHULE DES MFS FÜR GRENZAUFKLÄRER

Dass sich auf der Insel Stintenburg im Schaalsee nahe der innerdeutschen Grenze von 1973 bis 1988 die Zentralschule für Grenzaufklärer des Ministeriums für Staatssicherheit befand, blieb auch den wenigen im Sperrgebiet verbliebenen Anwohnern weitgehend verborgen. Die Spezialausbildung von Eliteeinheiten für die Grenztruppen der DDR wurde von der Stasi konspirativ organisiert. Die Zugehörigkeit sollte selbst für die ausgebildeten Grenzsoldaten nicht erkennbar sein. Dieses Kapitel in der Geschichte von Schloss und Insel Stintenburg ist verbunden mit der ständigen Perfektionierung des perfiden Grenzregimes der DDR zu Westdeutschland. Wolf Karge beschreibt anhand vielfältiger Quellen, der von ihm recherchierten Literatur, der Akten unterschiedlicher Archive und zahlreicher Zeitzeugengespräche die Geschichte der Insel und des Schlosses. Herausgegeben wurde der Band von der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Moderation: Anne Drescher (Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

DONNERTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 13.00 UHR: BUCHPRÄSENTATION UND GESPRÄCH

EDDA AHRBERG:„ … DASS DIE METHODEDER KOLLEKTIVIERUNG SCHREIEMDES UNRECHT GEWESEN IST.“

Als junger evangelischer Pastor im Kirchspiel Lüssow (Kreis Güstrow) erlebte Folker Hachtmann die Durchsetzung der Zwangskollektivierung. Das Vorgehen hatte ihn so schockiert, dass er es in der Kirchenchronik seiner Gemeinde festhielt. Edda Ahrberg stellt diese dokumentierten Erfahrungen in den historischen Kontext und vermittelt mit weiteren Dokumenten ein Bild von der politischen Repression im ländlichen Raum in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in den frühen Jahren der DDR. Von der Bodenreform, über die Behinderung kirchlicher Arbeit im SED-Staat bis zu den erzwungenen Beitritten in die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG).

Moderation: Anne Drescher (Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: LESUNG UND GESPRÄCH

BIRGIT NEUMANN-BECKER, STEPHAN BICKHARDT, ANTJE WILDE UND WOLFRAM TSCHICHE (HG.): „AUFRUF ZUM MITEINANDER. 30 JAHRE FRIEDLICHE REVOLUTION.“

Hans-Jochen Tschiche (1929–2015) war Theologe und Pfarrer, seit 1978 Leiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. In der DDR engagierte er sich in den 1980er Jahren in der Friedensbewegung und geriet auch deshalb ins Visier des Staatssicherheitsdienstes. Er gehörte zu den Mitbegründern des Neuen Forums, und war Mitglied des Runden Tisches des Bezirkes Magdeburg. Schließlich wechselte er zur Partei Bündnis 90/Die Grünen, deren Politik er von 1990 bis 1998 als Fraktionsvorsitzender im Landtag von Sachsen-Anhalt wesentlich mitbestimmte. Der Sammelband vereinigt Texte von Hans-Jochen Tschiche, die sein politisches Denken widerspiegeln. Die Autorinnen und Autoren des Bandes begeben sich in den Diskurs damit und heben sie in die Gegenwart. So wird deutlich, dass Tschiche auch für die heutige Zeit Wichtiges beizutragen hat, dass die Auseinandersetzung mit seinem politischen Wirken und Denken nach wie vor befruchtend ist.

Moderation: Katharina Lenski (Referentin für Bildung und Forschung bei der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung  der SED-Diktatur)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

DONNERSTAG, 12.MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: STADTRUNDGANG: „AUF DEN SPUREN DER FRIEDLICHEN REVOLUTION“ (SONDERFÜHRUNG)

Herbst ’89: Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, den Montagsdemonstrationen auf dem Innenstadtring und der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale gingen um die Welt. Die Chronik des Herbstes ‘89 begann in Leipzig aber nicht erst mit den Demonstrationen im September und Oktober. Der geführte Stadtrundgang erinnert an markanten Punkten der Leipziger Innenstadt an die historische Entwicklung des Jahres 1989. Zeitgeschichte wird am Ort des Geschehens lebendig und nachvollziehbar. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche. Außerdem zu finden ist die Open-Air-Ausstellung „Orte der Friedlichen Revolution“ mit 20 Informationsstelen im Stadtraum, die mit der App „Leipzig ‘89“, welche auch als Audio-Guide fungiert, mehrsprachig erkundet werden kann.

Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 16.00 UHR:  „STASI – INTERN“ (SONDERFÜHRUNG)

Um den Besuchern das gewaltige Ausmaß des einst einschüchternden Ortes der Diktatur ausführlicher zu vermitteln, bietet die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ einen besonderen Haus- und Geländerundgang an, genannt „Stasi intern“. Dabei können Besucher sonst nicht zugängliche Räume – abseits der Ausstellungsräume – sehen und die Dimension des Gebäudes und die historischen Ereignisse am Ort besser miteinander verknüpfen. Bei dem Rundgang wird auch über die mögliche Entwicklung des Areals gesprochen, das zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt werden soll. Vom Keller bis zum Boden können u.a. die verbunkerten Schutzräume im zweiten Kellergeschoss für den Kriegsfall, der Wartebereich der Stasi-eigenen Poliklinik oder die Kegelbahn des MfS besichtigt werden. Auch Überreste der Aktenvernichtung sind zu entdecken.

Treffpunkt: Museum in der „Runden Ecke“, Eingang

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 16.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

HARALD BRETSCHNEIDER UND BERND OETTINGHAUS (HG.): „DAS WUNDER DER FREIHEIT UND EINHEIT – ZEITZEUGEN DER FRIEDLICHEN  REVOLUTION

Der 3. Oktober 1989: Honecker schließt die letzte offene Grenze der DDR – zur ?SSR. Die Welt hält den Atem an. Es folgen 38 bewegende Tage, bis sich die Mauer öffnet. Harald Bretschneider, Urheber des bekannten Symbols der unabhängigen DDR-Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen", präsentiert in seinem Buch über fünfzig Zeitzeugenberichte, darunter von Hans-Dietrich Genscher, Joachim Gauck, Christine Lieberknecht, Christian Führer und Uwe Holmer. Der Leser erlebt die Ereignisse des Herbstes 89 so unmittelbar aus der Sicht der damaligen Akteure. Der Herausgeber Harald Brettschneider stellt das Buch gemeinsam mit Herbert Wagner und Martin Henker vor.

Moderation: Tobias Hollitzer (Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 18.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

ALMUT ILSEN UND RUTH LEISEROWITZ (HG.): „SEID DOCH LAUT! DIE FRAUEN FÜR DEN FREIDEN IN OST – BERLIN.“

Endlich, nach über 30 Jahren erzählen 17 ehemalige Friedensfrauen die Geschichte der Oppositionsgruppe „Frauen für den Frieden. Die Gruppe entstand, nachdem im Herbst 1982 sieben Ostberliner Frauen – Bärbel Bohley, Irena Kukutz, Katja Havemann, Karin Teichert, Bettina Rathenow, Almut Ilsen und Ulrike Poppe – eine Eingabe gegen das neue Wehrdienstgesetz der DDR formulierten, das auch die Einziehung von Frauen im Verteidigungs- und Mobilmachungsfall ermöglichte. Circa 130 Frauen aus Berlin und Halle (Saale) unterschrieben die Eingabe. Vier Wochen später stand die Stasi vor ihren Türen. Ausgelöst durch Peter Wensierskis Dokumentarfilm vom Herbst 2017 über die von der Stasi in die Frauengruppe eingeschleuste Monika Haeger, beschlossen einige der Frauen zu Beginn des Jahres 2018, ein Buch zu schreiben. Die beiden Herausgeberinnen waren selbst Mitglieder dieser Oppositionsgruppe. Die Historikerin Ruth Leiserowitz ordnet die Geschichte der Frauengruppe in den zeithistorischen Kontext ein. Almut Ilsen recherchierte in den Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit und berichtet über die perfiden Zersetzungsbemühungen der Stasi. Es erschien wie David gegen Goliath – doch Davida lebt.

Moderation: Jens Schöne (Stellv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 19.00 UHR: LESUNG MIT PETER RICHTER: „IM LOKTENDER IN DIE FREIHEIT“

Peter Richter beschreibt seine Kindheit und Jugend in der SED-Diktatur im Vogtland bis zu seiner spektakulären Flucht. 1941 in Leipzig geboren und in Plauen im Vogtland aufgewachsen, absolvierte Richter gezwungenermaßen seinen Dienst bei der NVA um anschließend Maschinenbau in Chemnitz zu studieren. Bereits früh lehnte er das DDR-System mit seinen Repressionen ab und besuchte vor dem Mauerbau regelmäßig als Oberschüler die Bundesrepublik und Westberlin. Mit seinem Freund Karl Mayer, einem Lokführer-Anwärter bei der Reichsbahn, planen sie die gemeinsame Flucht in den Westen. Aufgrund der Kenntnisse Mayers entschließen sie sich den Interzonenzug Leipzig-München zu nutzen, der auch in Reichenbach im Vogtland Station macht. Am 28. August 1962 fliehen sie erfolgreich in die Bundesrepublik, verborgen im 14 ° C kalten Wasser des Tenders der Dampflok.

Moderation: Reinhard Bohse (Bürgerkomitee Leipzig e.V.)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ in der Ausstellung

 

DONNERSTAG, 12. MÄRZ 2020, UM 20.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG, FILM UND GESPRÄCH

HANS-HERMANN HERTLE: „SOFORT, UNVERZÜGLICH. DIE CHRONIK DES MAUERFALLS“

Wie kam es am 9. November 1989 zum Fall der Mauer? Wieso behauptete SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, dass die neue Reiseregelung für DDR-Bürger „sofort, unverzüglich“ gelte, obwohl sie erst für den nächsten Tag bestimmt war? Und warum löste die Nachricht dann noch in der Nacht einen Ansturm Zehntausender auf die Grenzübergänge aus, so dass die Grenzer die Schlagbäume noch in dieser Nacht hochzogen? Warum war die SED-Führung nicht in der Lage diese Grenze zu sichern? Hans-Hermann Hertle stellt die in seinem Buch rekonstruierten Abläufe und Hintergründe dar und präsentiert zeitgenössisches Film- und Tonmaterial sowie Dokumente aus den DDR-Archiven.

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 12.00 UHR: BUCHPREMIERE UND GESPRÄCH

STEFFI LEHMANN: „JUGENDPOLITIK IN DER DDR. ANSPRUCH UND AUSWIRKUNG“

Bislang sind die Ziele bzw. die Schwerpunkte der Jugendpolitik in der DDR und deren praktische Auswirkungen nur unzureichend untersucht. Die Autorin setzt in ihrer sehr umfangreichen Studie die ideologischen Ansprüche der SED und die realen Auswirkungen der Jugendpolitik sowie den Umgang der Staatsmacht mit – vermeintlich –oppositionellen Jugendlichen von 1949 bis 1989/90 erstmals in einen Kontext. Sie untersucht, aufgegliedert in vier zeitliche Phasen einerseits, den Anspruch der offiziellen Jugendpolitik mit Blick auf Ziele, sozialistische Erziehungsdoktrin und Funktionen der FDJ, andererseits die tatsächlichen Verhältnisse anhand der Einstellung zur FDJ, des privaten Raums und der Freizeitgestaltung, Konformitätszwang und Anpassung sowie Nonkonformismus. Ihr Ergebnis: Die meisten Jugendlichen verinnerlichten, die von der SED diktierten Phrasen im öffentlichen Raum, etwa in der Schule oder im Betrieb, wiederzugeben; im Privatleben und in der Freizeit jedoch stieß der erzieherische Einfluss an seine Grenzen.

Moderation: Eckhard Jesse ( TU Chemnitz)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

WERNER KRÄTSCHELL: „DIE MACHT DER KERZEN. ERINNERUNGEN AN DIE FRIEDLICHE REVOLUTION.“

Der evangelische Pfarrer Werner Krätschell war Ende der 1980er-Jahre als Superintendent für 24 evangelische Kirchengemeinden im Norden Ost-Berlins verantwortlich. Im Pfarrhaus an der Breiten Straße trafen sich Oppositionelle: Künstler und Intellektuelle wie Reiner Kunze und Adolf Dresen, Kirchenleute wie Ruth und Hans Misselwitz. Das Haus war ein Treffpunkt der demokratischen Opposition und der Friedlichen Revolution, auch die Stasi war immer in der Nähe. Am Berliner Runden Tisch saß Krätschell als einer der Moderatoren. Anhand seiner durch rigorose Offenheit bestechenden Tagebuchaufzeichnungen aus dem letzten Jahr der DDR erinnert er sich und kommentiert in dem in der Publikationsreihe der Stiftung Berliner Mauer erschienenen Band die ereignisreiche Zeit der Friedlichen Revolution in Ost-Berlin aus heutiger Sicht.

Moderation: Gerhard Sälter (Stiftung Berliner Mauer)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: STADTRUNDGANG: „AUF DEN SPUREN DER FRIEDLICHEN REVOLUTION“ (SONDERFÜHRUNG)

Herbst ’89: Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, den Montagsdemonstrationen auf dem Innenstadtring und der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale gingen um die Welt. Die Chronik des Herbstes ‘89 begann in Leipzig aber nicht erst mit den Demonstrationen im September und Oktober. Der geführte Stadtrundgang erinnert an markanten Punkten der Leipziger Innenstadt an die historische Entwicklung des Jahres 1989. Zeitgeschichte wird am Ort des Geschehens lebendig und nachvollziehbar. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche. Außerdem zu finden ist die Open-Air-Ausstellung „Orte der Friedlichen Revolution“ mit 20 Informationsstelen im Stadtraum, die mit der App „Leipzig ‘89“, welche auch als Audio-Guide fungiert, mehrsprachig erkundet werden kann.

Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 16.00 UHR:  „STASI – INTERN“ (SONDERFÜHRUNG)

Um den Besuchern das gewaltige Ausmaß des einst einschüchternden Ortes der Diktatur ausführlicher zu vermitteln, bietet die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ einen besonderen Haus- und Geländerundgang an, genannt „Stasi intern“. Dabei können Besucher sonst nicht zugängliche Räume – abseits der Ausstellungsräume – sehen und die Dimension des Gebäudes und die historischen Ereignisse am Ort besser miteinander verknüpfen. Bei dem Rundgang wird auch über die mögliche Entwicklung des Areals gesprochen, das zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt werden soll. Vom Keller bis zum Boden können u.a. die verbunkerten Schutzräume im zweiten Kellergeschoss für den Kriegsfall, der Wartebereich der Stasi-eigenen Poliklinik oder die Kegelbahn des MfS besichtigt werden. Auch Überreste der Aktenvernichtung sind zu entdecken. Treffpunkt: Museum in der „Runden Ecke“, Eingang

 

 

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 16.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG

THOMAS HENSELER UND SUSANNE BUDDENBERG: „MEINE FREIE DEUTSCHE JUGEND“-EINE GRAPHIC NOVEL NACH DEM BESTSELLER VON CLAUDIA RUSCH

Claudia, geboren 1971, wächst in der DDR-Bürgerrechtsbewegung auf. Zu den engsten Freunden ihrer Mutter gehören bekannte Regimekritiker. Die Familie lebt unter ständigen Repressalien und Überwachung durch die Stasi. Claudia erfährt, was es heißt, einem exklusiven Club anzugehören, obwohl sie manchmal gern wie alle anderen wäre.

Sie erlebt Ausgrenzung und Eingesperrt-sein, aber auch Freundschaft, Solidarität und wie ein kandierter Apfel beinahe eine Verhaftung nach sich gezogen hätte. Es geht um die erste Liebe, mutige Aktionen, heilige Strickjacken und das Erwachsenwerden im Schatten der Mauer. Eine fast normale, glückliche Kindheit – unter nicht ganz glücklich zu nennenden Umständen. Thomas Henseler und Susanne Buddenberg haben den autobiografischen Bestseller von Claudia Rusch mit viel Liebe in eine facettenreiche, ausdrucksstarke Comic-Adaption umgesetzt.

Moderation: Jana Fröbel (Ch. Links Verlag)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 18.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND ZEITZEUGENGESPRÄCH

WOLFGANG OLESCHINSKI UND JULIA SPOHR: „HEUTE: HAUS DER ERZIEHUNG – STRAFVOLLZUG DER DDR IN TORGAU VON 1950 BIS 1990“

Eine umfassende Geschichte der „Strafvollzugseinrichtung Torgau“ des DDR-Innenministeriums vom Anfang bis zur Wiedervereinigung. Bei der Buchvorstellung werden Dokumente und Fotografien vorgestellt, der Zeitzeuge Norbert Sachse berichtet über das Leben hinter Gefängnismauern. Der Strafvollzug der DDR mit seinen für die Gefangenen bedrückenden Lebens- und Arbeitsbedingungen wurde erst Ende 1989 ein öffentliches Thema. Fort Zinna in Torgau war eine Haftanstalt für Männer und umfasste über drei Jahrzehnte auch den Strafvollzug an jugendlichen Strafgefangenen. Der Alltag der Häftlinge in Torgau war von Kontrolle, Bevormundung und Schikanen durch das Gefängnispersonal geprägt. Hinzu kamen militärische Umgangsformen und Disziplin, hohe Arbeitsnormen, der Verlust jeglicher Privatsphäre und die von den Gefangenen verächtlich als „Rotlichtbestrahlung" bezeichnete politisch-ideologische Belehrung. Das Buch zeichnet das Leben der Inhaftierten hinter den Gefängnismauern anhand von Häftlingsbiografien, Zeitzeugenberichten und Dokumenten nach. Die politischen Ziele des Strafvollzugs und dessen Wirkung auf den Einzelnen, die unterschiedlichen Häftlingsgruppen sowie die Rolle und das Wirken des Ministeriums für Staatssicherheit im Torgauer Strafvollzug stehen im Mittelpunkt.

Moderation: Frank Britsche

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 19.00 UHR: BUCHPRÄSENTATION UND PODIUMSDISKUSSION

ARNO POLZIN, RALF BLUM UND UWE HARTMANN: „AUF DER SUCHE NACH KULTURGUTVERLUSTEN. EIN SPEZIALINVENTAR ZU DEN STASI – UNTERLAGEN“

Nicht nur während des Nationalsozialismus wurden wertvolle Kunstobjekte ihren Besitzern unter Druck entzogen, sondern auch in der Nachkriegszeit in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR. Zu den Betroffenen zählen hier politisch Inhaftierte ebenso wie diejenigen, die die nach Westdeutschland geflohen sind oder einen Ausreisantrag stellten. Oft wurde auch unter fadenscheinigen Gründen „Wirtschaftverbrechen“ oder Steuerhinterziehungen konstruiert. Das hier dokumentierte Forschungsprojekt des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste Magdeburg und des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen geht auf Spurensuche nach Belegen für solche Kulturgutentziehungen in den Stasi-Unterlagen. Ziel war es, einen verlässlichen Zugang zu den entsprechenden Aktenbeständen des MfS zu ermöglichen und so weitergehender Forschung die Türen zu öffnen. Roland Jahn gibt eine Einführung zu dem Kooperation-Projekt zwischen der BStU und dem Zentrum für Kulturgutverluste.

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ in der Ausstellung

 

FREITAG, 13. MÄRZ 2020, UM 20.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND SZENISCHE LESUNG

RALPH GRÜNEBERGER (AUTOR) UND STEFFI BÖTTGER: „HERBSTJAHR. ROMAN ÜBER DAS LETZTE JAHR DER DDR“

Im Herbst 2019 jährten sich der Mauerfall und die Friedliche Revolution in der DDR zum 30. Mal. Ralph Grüneberger beleuchtet diese Zeit politischen Wandels in seinem Roman »Herbstjahr«. Im Fokus der Ereignisse stehen die Lebenswege der Geschwister Rainer und Monika sowie ihres Freundes Jesse, die die Monate vor und nach der Wende jeweils unterschiedlich erleben. Im Herbst 1989 gerät der Funktionärssohn Jesse in eine der ersten großen Leipziger Montagsdemonstrationen. Die Polizeigewalt, die ihm widerfährt, wirft den jungen Arbeiter aus seiner gewohnten Bahn. Als ein Streit mit seinem linientreuen Vater eskaliert, dient ihm die verlassene Wohnung eines Freundes als Unterschlupf. Auf der Suche nach Orientierung schließt sich Jesse dem Neuen Forum an und lernt dort die Studentin Katja kennen. Mit ihr erlebt er den 9. Oktober, den entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution.

Moderation: Uwe Schwabe

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SAMSTAG, 14.MÄRZ 2020, UM 12.00 UHR: LESUNG UND GESPRÄCH

ARIANE ZABEL: „WIE DAS SCHICKSAL SO SPIELT – ERINNERUNGEN AN POLITISCHE GEFANGENSCHAFT“

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution hält der Landesverband Sachsen der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. (VOS) daran fest, die Leidtragenden der kommunistischen Gewaltherrschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Im sechsten Band der erfolgreichen Publikationsreihe berichten vier Zeitzeugen von ihren Hafterinnerungen in den sowjetischen Speziallagern und DDR-Haftanstalten. Die Biografien von Heinz Bemme und Margitta Geißler weisen die willkürliche Verhaftungspraxis der sowjetischen Geheimpolizei NKWD/MWD nach, die während der sowjetischen Besatzungszeit Tausende in Speziallagern internierte, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen lebten und starben. Mindestens 104 Kinder wurden in Lagerhaft geboren. Von ihrem Leiden zeugt die Lebensgeschichte von Elfriede Schulze, die 1947 im Speziallager Mühlberg zur Welt kam. Helmut Kühns Biografie zeichnet eine fehlgeschlagene Karriere bei der NVA nach, die zu jahrelanger Haft in der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg führte.

Diese Schicksale machen die Dimensionen von Verfolgung, Repression und Terror beim Aufbau und der Durchsetzung der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland eindrücklich begreifbar.

Moderation: Frank Nemetz (Vorsitzender der VOS Sachsen)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: BUCHPRÄSENTATION UND GESPRÄCH

MARIANNE SUBKLEW-JEUTNER: „SCHATTENSPIEL. PFARRER ECKART GIEBELER ZWISCHEN KIRCHE, STAAT UND STASI

Eckart Giebeler war von 1951 bis 1992 hauptamtlicher Gefängnisseelsorger in mehreren Haftanstalten der DDR – von 1953 bis 1989 der einzige. Er war in den 1950er Jahren von der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg zwar nicht ordiniert und beim DDR-Innenministerium angestellt, aber es war doch die Kirche, die ihn 1992 in Schutz nahm, als öffentlich und nachweislich bekannt wurde, dass er seit 1959 für das MfS spitzelte, als IM „Roland“. Giebeler war nicht nur in brandenburgischen Haftanstalten tätig, sondern auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Im Zentrum des umfangreichen Buches steht die Spitzeltätigkeit Giebelers für das MfS, die bereits vor 1989 vorgetragenen Verdächtigungen von ehemaligen politischen Häftlingen und die Auseinandersetzung der Landeskirche damit seit 1992. Das Buch spricht nicht nur ehemalige politische Häftlinge an. Es zeigt fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung auch die Schwierigkeiten der Kirche sich mit jenen Pfarrern auseinanderzusetzen, die mit dem MfS heimlich zusammenarbeiteten und dies auch noch nach eindeutigen Beweisen leugneten.

Moderation: Rainer Potratz (Referent für Historische Forschung, Gedenkstätten und Öffentlichkeitsarbeit bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020, UM 16.00 UHR: BUCHPRÄSENTATION UND GESPRÄCH

PETRA RIEMANN: „DIE STASI, DER KÖNIG UND DER ZIMMERMANN“

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“, dass der DDR-Schauspieler Lutz Riemann als IM für die Auslandsspionage des MfS (HV A) gearbeitet hat. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 1970er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermuntert hat. Wie passt das zusammen? Wer verbirgt sich hinter „Richard König“? Petra Riemann muss versuchen, diese Fragen zu beantworten, zum einen, um Klarheit zu gewinnen über ihre eigene Vergangenheit in der DDR, zum anderen, um endgültig ihren Platz im „neuen“ Deutschland zu finden.

Moderation: Torsten Sasse

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020, UM 18.00 UHR: BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

ALBRECHT FRANKE: „CHRISTA JOHANNSEN – EIN ERFUNDENES LEBEN“

Die Schriftstellerin Christa Johannsen (1914–1981) war in der DDR etabliert: mit zahlreichen Veröffentlichungen und diversen Auszeichnungen. Der Autor Albrecht Franke verfolgt ihren tragikomischen Lebenslauf zwischen Anpassen und Verbergen, aber ebenso zwischen Aufmucken und unkonventionellem Lebensstil. So entsteht nicht nur die Erzählung eines Lebens, sondern eine Geschichte der Literatur der DDR und Deutschlands. Die Schriftstellerin Christa Johannsen engagierte sich für eine Literatur ohne Bevormundung und den literarischen Nachwuchs, leitete „Zirkel schreibender Arbeiter“ und in den frühen 1970er Jahren die Gruppe „Junge Prosaisten“. Einer ihrer damaligen Schüler, Albrecht Franke, hat nun ihrem Leben nachgespürt und dabei festgestellt, dass er seine einstige Lehrerin überhaupt nicht kannte. Er stößt u.a. auf Texte aus der NS-Zeit, einen höchst zweifelhaften Doktortitel, politische Lobhudeleien in der DDR und unter Pseudonym veröffentlichte Gegenreden im Westen. Der Autor entwickelt eine ebenso ungewöhnliche wie typische Biografie des 20. Jahrhunderts.

Moderation: Reinhard Bohse

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020, UM 19.00 UHR: MUSIKALISCHE LESUNG

JÜRGEN HAASE UND KARL-HEINZ BOMBERG (MUSIK): „DIE ANHÖRUNG“

Februar 1990, Erfurt: Wolfgang Schnur, designierter Ministerpräsident für die ersten freien Wahlen in der DDR, spricht zu 100.000 Menschen. Die Massen jubeln. Januar 2014, Berlin: Wolfgang Schnur, verarmt und krebskrank, stellt sich dem Journalisten Alexander Kobylinski zum ersten und einzigen Mal für ein Gespräch über sein Doppelleben als angesehener Oppositionellen-Anwalt und Stasi-Spitzen-Spitzel. Ein einmaliges Dokument deutsch-deutscher Geschichte und ein beispielloses Zeugnis der Funktionsweisen einer Diktatur! Das vierstündige Interview, auf dem Jürgen Haases Film „Der Fall Wolfgang Schnur – ein unmögliches Leben“ (2017) basiert, ist nun vollständig nachlesbar – ergänzt durch Stimmen vieler Zeitzeugen wie zum Beispiel Rainer Eppelmann. Karl-Heinz Bomberg, der 1984 wegen seiner Lieder inhaftiert wurde und dessen Strafverteidiger Wolfgang Schnur war, gibt eine knappe Einführung.

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ in der Ausstellung

 

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020, UM 20.00 UHR: LESUNG UND KONZERT

GERHARD BAUSE UND STEPHAN KRAWCZYK: „OHNE RUIHE ROLLTE DAS MEER“ UND „ÜBERWUNDEN“

Der erste Protest im Eichsfeld. Was es für ein jung verheiratetes Ehepaar bedeutet, unter einer Diktatur der Willkür ausgesetzt, inhaftiert und verurteilt zu werden. Der DDR-Staat ließ, um die SED-Herrschaft nicht zu gefährden, Tausende von Andersdenkenden von der Stasi in politischen Gefängnissen und Zuchthäusern einsperren, misshandeln und psychisch quälen. Die Gedichte zeigen in beeindruckenden Bildern, die Zersetzung, den psychischen und physischen Terror, dem die Inhaftierten ausgesetzt waren, aber auch die nicht enden wollenden Schuldgefühle des Autors über die Mitinhaftierung seiner Frau.

Stephan Krawczyk präsentiert die von ihm vertonten und arrangierten Gedichte von Gerhard Bause. Die Lieder zeigen beispielhaft wie hart und langwierig die Anstrengen sind, sich von traumatischen Erfahrungen zu befreien und sogar daran zu wachsen. Die CD „Überwunden“, gefördert vom Freistaat Sachsen, wird herausgegeben vom Bürgerkomitee Leipzig e.V.

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SONNTAG, 15. MÄRZ 2020, UM 11.00 UHR: MATINÉE-LESUNG UND GESPRÄCH

INES GEIPEL: „UMKÄMPFTE ZONE. MEIN BRUDER, DER OSTEN UND DER HASS.“

Seit 2015 haben sich die politischen Koordinaten unseres Landes stark verändert – insbesondere im Osten Deutschlands. Was hat die breite Zustimmung zu Pegida, AfD und rechtsextremem Gedankengut möglich gemacht? Ines Geipel folgt den politischen Mythenbildungen des neu gegründeten DDR-Staates, seinen Schweigegeboten, Lügen und seinem Angstsystem, das alles ideologisch Unpassende harsch attackierte. Seriöse Vergangenheitsbewältigung konnte unter diesen Umständen nicht stattfinden. Vielmehr wurde eine gezielte Vergessenspolitik wirksam, die sich auch in den Familien spiegelte – paradigmatisch sichtbar in der Familiengeschichte der Autorin. Gemeinsam mit ihrem Bruder, den sie in seinen letzten Lebenswochen begleitete, steigt Ines Geipel in die „Krypta der Familie“ hinab. Verdrängtes und Verleugnetes in der Familie korrespondiert mit dem kollektiven Gedächtnisverlust. Die Spuren führen zu unserer nationalen Krise in Deutschland.

Moderation: N.N.

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

 

SONNTAG, 15. MÄRZ 2020, UM 14.00 UHR: STADTRUNDGANG: „AUF DEN SPUREN DER FRIEDLICHEN REVOLUTION“ (SONDERFÜHRUNG)

Herbst ’89: Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, den Montagsdemonstrationen auf dem Innenstadtring und der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale gingen um die Welt. Die Chronik des Herbstes ‘89 begann in Leipzig aber nicht erst mit den Demonstrationen im September und Oktober. Der geführte Stadtrundgang erinnert an markanten Punkten der Leipziger Innenstadt an die historische Entwicklung des Jahres 1989. Zeitgeschichte wird am Ort des Geschehens lebendig und nachvollziehbar. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

Außerdem zu finden ist die Open-Air-Ausstellung „Orte der Friedlichen Revolution“ mit 20 Informationsstelen im Stadtraum, die mit der App „Leipzig ‘89“, welche auch als Audio-Guide fungiert, mehrsprachig erkundet werden kann.

Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche

 

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STÄNDIGE ANGEBOTE

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MONTAG BIS SONNTAG, 10.00 UHR BIS 18.00 UHR, EHEMALIGER STASI-KINOSAAL:

AUSSTELLUNG - Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution

Der gewaltfreie Demonstrationszug von weit mehr als 70.000 Menschen auf dem Leipziger Innenstadtring am 9. Oktober 1989 wurde als Entscheidung für eine Friedliche Revolution und als Sieg über das SED-Regime empfunden. Die Ausstellung im ehemaligen Stasi-Kinosaal informiert über das Wirken der Leipziger Opposition, die bereits seit Beginn der 1980er Jahre vor allem aus dem kirchlichen Umfeld heraus kontroverse Themen anzusprechen wagte. Die Aktionen des politischen Widerstandes in Leipzig sowie die Ereignisse, die zur Friedlichen Revolution und zur Neugründung des Freistaates Sachsen sowie zur Deutschen Einheit in einem zusammenwachsenden Europa führten, werden nachgezeichnet. Auch wird ein Blick auf ost-mitteleuropäische Nachbarn und deren Engagement für Freiheit und Demokratie geworfen.

Öffentliche Führungen finden jeden Freitag und Samstag, jeweils um 16.30 Uhr, statt. Für Gruppen sind auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten Führungen möglich.

 

MONTAG BIS SONNTAG, 10.00 UHR BIS 18.00 UHR, Museum in der „Runden Ecke“:

AUSSTELLUNG - Stasi – Macht und Banalität

Seit 1990 bietet das Museum in der „Runden Ecke“ in den Originalräumen des Ministeriums für Staatssicherheit die Möglichkeit, Zeitgeschichte in authentischer Umgebung nachzuvollziehen. Zahlreiche, zum Teil einzigartige Ausstellungsstücke, darunter Überwachungstechnik, eine Maskierungswerkstatt oder eine Kollermaschine zur Vernichtung von Akten, verdeutlichen, wie die SED ihren Überwachungsstaat aufbaute und die Menschen ihrer demokratischen Grundrechte beraubte. Dabei soll auch bewusst werden, wie bedeutsam die Errungenschaften der Friedlichen Revolution - Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie - bis heute sind.

Die öffentliche Führung findet täglich um 15.00 Uhr statt. Für Gruppen sind auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten Führungen möglich. Audioguides sind in acht Sprachen erhältlich (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Arabisch).

 

JEDEN SAMSTAG, 14.00 UHR, Hauptportal Nikolaikirche:

Stadtrundgang - Auf den Spuren der Friedlichen Revolution

Herbst ’89: Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, den Montagsdemonstrationen auf dem Innenstadtring und der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale gingen um die Welt. Die Chronik des Herbstes ’89 begann in Leipzig aber nicht erst mit den Demonstrationen im September und Oktober. Der geführte Stadtrundgang erinnert an markanten Punkten der Leipziger Innenstadt an die historische Entwicklung des Jahres 1989. Zeitgeschichte wird am Ort des Geschehens lebendig und nachvollziehbar. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche. Für Gruppen sind auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten Führungen möglich.

 

JEDEN DIENSTAG, 16.00 UHR, MUSEUM IN DER „RUNDEN ECKE“, FOYER:

GeländeRundgang „Stasi intern“ – Hinter den Kulissen der „Runden Ecke“

Um den Besuchern das gewaltige Ausmaß des einst einschüchternden Ortes der Diktatur ausführlicher zu vermitteln, bietet die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ einen besonderen Haus- und Geländerundgang an, genannt „Stasi intern“. Dabei können Besucher sonst nicht zugängliche Räume – abseits der Ausstellungsräume – sehen und die Dimension des Gebäudes und die historischen Ereignisse am Ort besser miteinander verknüpfen. Bei dem Rundgang wird auch über die mögliche Entwicklung des Areals gesprochen, das zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt werden soll.

Vom Keller bis zum Boden können u.a. die verbunkerten Schutzräume im zweiten Kellergeschoss für den Kriegsfall, der Wartebereich der Stasi-eigenen Poliklinik oder die Kegelbahn des MfS besichtigt werden. Auch Überreste der Aktenvernichtung sind zu entdecken.

 

Samstag und Sonntag, 28. und 29. März 2020, 13.00 bis 16.00 Uhr:

Museum im Stasi-Bunker in Machern

In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Leiter der bezirklichen Geheimdienstzentrale, der Leipziger „Runden Ecke“, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Zu besichtigen sind das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere. Eine Ausstellung gibt Einblick in die zentral geregelte Mobilmachungsplanung und dokumentiert die spezielle Aufgabe des MfS im Ernstfall – bis hin zur geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionelle.

 

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AUS DER ARBEIT DER GEDENKSTÄTTE

 

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Reinigungsarbeiten in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Aufgrund derzeitiger Reinigungsarbeiten, die die Restauration des Fußbodens und eine intensive Reinigung einiger Exponate in den Ausstellungsräumen umfassen, waren den Besuchern im Januar und Februar vereinzelte Bereiche des Museums nicht zugänglich. Die Arbeiten laufen erfolgreich, werden allerdings auch im März noch Zeit beanspruchen, wofür wir um Verständnis bitten.

 

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RÜCKBLICK

 

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FILMVORFÜHRUNGEN IM RAHMEN DER FILMREIHE „ZEITGESCHICHTE AUF DER LEINWAND IM EHEMALiGEN STASI-KINOSAAL“ AM 06. FEBRUAR 2020, UM 19.00 UHR: „KINDHEIT OHNE NAMEN“ (2019, LÄNGE: 30 MINUTEN) UND „SPLITTER IM KOPF – HAFTERFAHRUNGEN IN DER DDR“ (2018, LÄNGE: 45 MINUTEN)

 

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigte im Rahmen der Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehem. Stasi-Kinosaal“ am Donnerstag, den 6. Februar 2020, zwei Dokumentarfilme zu Schicksalen von politischen Häftlingen in der DDR und deren Kindern. Die Filmreihe wird vom Freistaat Sachsen aus dem Programm „Revolution und Demokratie“ gefördert.

Der erste Dokumentarfilm „Kindheit ohne Namen“ thematisierte das Schicksal der Kinder, die in Strafvollzugseinrichtungen der DDR geboren worden sind. In den offiziellen Gefängnisberichten tauchten die Neugeborenen selten oder gar nicht auf. Kleidung, Essen und Spielzeug wurde ihnen vorenthalten. Jeder Lagerleiter konnte über den Umgang mit den Kindern individuell entscheiden. Nach der Auflösung der Lager, die bereits von der Sowjetischen Militäradministration eingerichtet worden waren, darunter das „Gelbe Elend in Bautzen“ oder das Gefängnis in Torgau, brachte man die Mütter mit ihren Kindern ab 1950   in die Strafvollzugsanstalt Hoheneck. In diesem Frauengefängnis wurden die Kinder ihren Müttern weggenommen und in DDR-Kinderheime gebracht. Anfangs wurden sie als „Kinder der Landesregierung“ namenlos unter der Haftnummer der Mutter geführt und von Kinderheim zu Kinder-heim weitergereicht. Sie erfuhren nichts von ihrer Herkunft. Oft sahen sich Mutter und Kind nie wieder oder standen sich als Fremde gegenüber.

Die zweite gezeigte Dokumentation an diesem Abend, der Film „Splitter im Kopf - Hafterfahrungen in der DDR“, ließ vier Menschen zu Wort kommen, die wegen „staatsfeindlicher Hetze“, „Republikflucht“ und wegen „schwerer Erziehbarkeit“ Wochen und Jahre inhaftiert und interniert wurden. Die Doku zeigte eindrücklich, wie ihr Leben von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wurde und wie ihre Familien, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz von ihrem Schicksal beeinträchtigt wurden. Beispielhaft wurden die Erlebnisse und Hafterfahrungen des Schriftstellers Siegmar Faust, der Fotografin Katrin Büchel, des KfZ-Mechaniker Thomas Hannemann und des Arztes und Liedermachers Karl-Heinz Bomberg  gezeigt. Sie berichteten über die Methoden der physischen und psychischen Repression und darüber, was die Haft in ihnen ausgelöst hat. Die Folgen waren Depressionen, Klaustrophobien, Misstrauen und psychosomatische Störungen. Die Betroffenen sprachen offen über ihre Ängste, Beklemmungen, Schlaflosigkeit und ihre Verstörtheit und wie sie bis heute an den Spätfolgen ihrer Traumatisierung zu leiden haben. Auch die Zuschauer an diesem Abend waren sichtlich bewegt von diesen Schicksalen. Auch nach Ende des Filmes war es minutenlang still und jeder der Besucher musste die Eindrücke der gezeigten Filme zunächst erstmal „sacken lassen“.

 

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AUS DEM GÄSTEBUCH

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Ein Besuch in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ regt zum Nachdenken sowohl über Vergangenes als auch Gegenwärtiges an. Das Gästebuch bietet unseren Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, ihre Eindrücke und Gedanken niederzuschreiben sowie Lob aber auch Kritik zu formulieren. Wir sammeln die Einträge und wollen Ihnen unter dieser Rubrik monatlich eine Auswahl präsentieren und so einen Einblick in die Wirkung der Gedenkstättenarbeit ermöglichen.

 

Einträge Aus der ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“

 

„Habe heute viele neue Details über dieses menschenverachtende System der Zersetzung seiner Bürger aus Ost, aber zum Teil auch der Bespitzelung von Westbürgern, erfahren. Dieses Museum muss erhalten und gefördert werden!“

(Ein Besucher am 01.02.2020)

 

„Das Museum ist sehr interessant und toll. Die Geschichten sind wahr.“

(Eine Besucherin aus Cottbus am 05.02.2020)

 

„Es ist interessant und nett gestaltet. Sympathische und engagierte Leute arbeiten hier.“

(Ein Besucher am 05.02.2020)

 

„Ein großes Dankeschön an alle Verantwortlichen, die dazu beitragen, die Vergangenheit der ostdeutschen Geschichte lebendig zu halten. Heute, nach über 30 Jahren, mag es für die meisten von uns kaum vorstellbar sein, dass solche Dinge zum alltäglichen Leben gehörten. Bitte macht so weiter!“

(Ein Besucher am 08.02.2020)

 

„Tausend Dank, dass Sie die Erinnerungen an den Unrechtsstaat wach halten!“

(Ein Besucher am 09.02.2020)

 

„Hoffentlich passiert so etwas niemals wieder.“

(Ein Besucher am 09.02.2020)

 

„So spannend wie schockierend zu gleich. Danke für diese umfangreiche Ausstellung!“

(Ein Besucher am 10.02.2020)

 

„Dankeschön! Es ist wichtig, diese Erinnerungen zu pflegen. Tod dem Kommunismus!“

(Ein Besucher aus Frankreich am 10.02.2020)

 

„Ich finde das Museum hier gut, weil es daran erinnert, was früher für Unrecht herrschte. Das wollen wir nicht wieder!“

(Ein Besucher am 11.02.2020)

 

„War schon einige Male hier und entdecke immer wieder Neues und Wissenswertes. Bitte schließt es nicht!“

(Ein Besucher am 14.02.2020)

 

„So ein interessantes Museum und so wichtig, dass wir es nicht vergessen. Wir müssen unsere zivilen Freiheiten schützen. Wir hoffen, dass die Menschen aus Hong-Kong mit ihren Protesten Triumph erlangen.“

(Besucher aus dem Vereinigten Königreich am 15.02.2020)

 

„Wir waren begeistert und sind sehr froh, dass es die Möglichkeit gibt, all diese Dinge zu erhalten und für alle zugänglich zu machen.“

(Ein Besucher am 16.02.2020)

 

„Bin beeindruckt. Hatte keine Ahnung, wie ausgeklügelt das System war.“

(Ein Besucher am 16.02.2020)

 

„Danke, dass die Ausstellung für alle Leute frei zugänglich ist!“

(Ein Besucher 16.02.2020)

 

„Das Museum ist sehr gut. Es gab uns wirklich viele Informationen über Eure Vergangenheit. Wir schätzen Ihre Ehrlichkeit zu dem Regime. Negative Geschichten können nicht auf  positive Art und Weise erzählt werden. Der Audio-Guide ist auch gut, detailliert und informativ.“

(Ein Besucher am 22.02.2020)

 

„Sehr interessant! Danke Ihnen! Aber gibt es kein Audioguide auf russische Sprache. Es wäre gut, wenn ins Museum die Audioguides auf Russisch oder die Bildunterschrift auf Russisch. Danke.“

(Ein Besucher am 25.02.2020)

 

„Muchas gracias por tada la documentarony su mantencion hasta hoy. Tambien gracias al pueblo alleman por unvirse, liberarse y perseverar. Han sido muy fuertes y dignos, admiration desde Chile. Danke schön !“

(Ein Besucher am 27.02.2020)

„Toll das es das gibt und erhalten wird. Vielen Dank aus Freiburg.“

(Ein Besucher am 27.02.2020)

 

„Tolles Museum! Aber bei den Audioguides gibt es keine Kopfhörer? Und toller Nachbau (z.B. Gefängnis).“

(Ein Besucher am 01.03.2020)

 

„Cool! Sehr interessant  LG. Sophie.“

(Ein Besucher am 01.03.2020)

 

„Ich habe viel gelernt. Danke Suzie :-).“

(Ein Besucher am 01.03.2020)

 

„At this time not forgert to learn from the past. It is more important than ever to keep provizory lessons from history. I congratualate on great work done by the citiziens comiteee and support given by the city of Leipzig. Many thanks. (Übersetzung: In dieser Zeit ist es wichtig aus der Vergangenheit zu lernen und Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Ich beglückwünsche das Bürgerkomitee und die Stadt Leipzig zu dieser großartigen Arbeit und Unterstützung).“

(Ein Besucher am 02.03.2020)

 

 

 

Einträge aus der ausstellung „leipzig auf dem weg zur friedlichen revolution“

 

„Vielen Dank für dieses schöne Archiv! Es ist wichtig, es für alle zugänglich und verständlich zu machen und das habt ihr geschafft. Es ist schön, mutige und mündige Menschen zu sehen und von ihnen zu lesen.“

(Ein Besucher am 05.02.2020)

 

„Ich finde dieses Museum sehr schön, weil man immer was dazu lernt. Ich hoffe, dass dieses Museum erhalten bleibt.“

(Ein Besucher am 12.02.2020)

 

„Das Museum bzw. die Ausstellung war fantastisch!!“

(Ein Besucher am 12.02.2020)

 

„Es war sehr lehrreich, danke sehr.“

(Ein Besucher am 12.02.2020)

 

„Es war schön.“

(Ein Besucher am 12.02.2020)

 

„Sehr schöne Ausstellung mit so vielen Quellen. Deutschland ist glücklicher als uns chinesischen. Aber wir lieben beide die Freiheit. Ich hoffe, das eine große Ausstellung über die westlichen Demokratien gemacht würden. Leipzig kann dieser Ort sein. Vielen Dank!“

(Ein Besucher am 27.02.2020)

 

„Danke es war sehr interessant.“

(Ein Besucher aus Österreich am 29.02.2020)

 

„Kirchengemeinde Suhlendorf-Bad Bodenteich“

(Ein Besucher am 29.02.2020)

 


 



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für die Auflösung der ehemaligen Staatssicherheit (MfS)
Träger der Gedenkstätte
Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker
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