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Inventar-Nr: 10933
Objekt: Kragenspiegel


Kragenspiegel für Soldaten- und Unteroffiziersdienstgrade des Ministeriums für Staatssicherheit

Dieser Kragenspiegel, hier in der Ausführung von 1957 bis 1965, wurde (paarweise) von Soldaten- und Unteroffiziersdienstgraden, sowie Unteroffiziers- und jüngere Ausführung). Bis 1977 galt die Trageweise der Kragenspiegel in der Waffenfarbe ("Rot" (Wein- bzw. Bordeauxrot) bei allen Diensteinheiten des MfS. Während das Wachregiment Berlin "Feliks E. Dzierzynski" diese Waffenfarbe an den Kragenspiegeln weiter behielt, führten die restlichen Diensteinheiten seit dieser Zeit die Waffenfarbe "Weiss" der Landstreitkräfte (mot. Schützen/Aufklärungseinheiten) der Nationalen Volksarmee (NVA) an den Kragenspiegeln (vgl. alle Kragenspiegel für Soldatendienstgrade, Effekten).

Das Ministerium für Staatssicherheit war kein ziviler Geheimdienst, sondern zählte zu den so genannten "bewaffneten Organen" der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und war streng militärisch organisiert. Jeder hauptamtliche Mitarbeiter hatte einen Dienstgrad, Zivilbeschäftigte gab es seit 1986 nicht mehr. Die militärische Aus- und Weiterbildung war fester Bestandteil jeder hauptamtlichen MfS-Laufbahn, zur Ausstattung jedes Mitarbeiters gehörte neben der Uniform auch eine entsprechende Bewaffnung und Ausrüstung die in den Dienstobjekten untergebracht war (vgl. Waffen). Die Uniformen des MfS entsprachen im Wesentlichen den Uniformen der Landstreitkräfte der Nationalen Volksarmee (NVA), nur unterschieden durch ihre "Waffenfarbe", die beim MfS "Rot" (analog zur Farbe der MfS-Sportorganisation Dynamo "Dunkelrot bzw. Bordeaux"), ab 1977 in bestimmten Diensteinheiten auch "Weiß" war. Mit "Waffenfarbe" wird die Farbe der Effekten bezeichnet (Kragenspiegel, Ärmelpatten, Schulterklappen usw.). Die Kleiderordnung war je nach Diensteinheit unterschiedlich geregelt - die Angehörigen des Wachregiments Berlin "Feliks E. Dzierzynski", der Wach- und Sicherungseinheiten der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit (BVfS) und Offiziersschüler an der Juristischen Hochschule des MfS in Potsdam-Eiche (JHS) mussten die Uniform ständig tragen. Alle anderen Stasi-Mitarbeiter leisteten ihren Dienst in zivil, weshalb sie auch Kleidergeld ausgezahlt bekamen. Die Uniform trugen sie nur zu besonderen Anlässen. Die Angehörigen der Passkontrolleinheiten (PKE) versahen ihren Dienst ausschließlich in Uniformen der Grenztruppen der DDR.


Sammlung: Uniformen, Effekten, Accessoires
Datierung: 1957-1965
Hersteller: unbekannt
Maße: Unterlage: Länge: 6,5 cm; Breite: 3,5 cm;
Litze: Länge: 5,5 cm; Breite: 2 cm
Material: Pappe, Stoff
Farbe: Tuch: dunkelgrau,
Litze: silber,
Streifen: rot
Verwendung: Kennzeichnung des Dienstgrades








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