Gesellschaftliche Mitarbeiter für Sicherheit (GMS)

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Gesellschaftliche Mitarbeiter ähnelten in ihrer Funktion und Arbeitsweise für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) stark den Inoffiziellen Mitarbeitern (IM), hatten für das MfS jedoch nicht den gleichen hohen Stellenwert wie diese. GMS wurden im Januar 1968 mit der Richtlinie 1/68 eingeführt und im „Wörterbuch der Staatssicherheit“ von 1985 wie folgt definiert: „Bürger der DDR mit einer auch in der Öffentlichkeit bekannten staatsbewussten Einstellung und Haltung, der sich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem MfS bereiterklärt und entsprechend seinen Möglichkeiten und Voraussetzungen an der Lösung unterschiedlicher politisch-operativer Aufgaben mitarbeitet. GMS stellen eine wertvolle Ergänzung der operativen Basis, ein Reservoir für die Gewinnung von IM sowie für die Schaffung und Entwicklung von Kadern für das MfS dar.“ Im Gegensatz zu IM wurden die GMS nicht „verpflichtet“ sondern „berufen“. Bis 1980 waren GMS-Vorgänge nicht registrierpflichtig (erst mit Erlass der Richtlinie 1/79, 1. Durchführungsbestimmung).


Glossar
Literatur