Freie Demokratische Partei (F.D.P.)

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Einen Aufruf vom 25. November 1989 folgend, gründete sich in Berlin am 4. Februar 1990 offiziell die Freie Demokratische Partei der DDR (F.D.P.). Parteivorsitzender wurde der Dessauer Arzt Dr. Bruno Menzel. Bei der Namenswahl und der Programmatik hatten sich die Initiatoren stark an der namensgleichen bundesdeutschen Regierungspartei orientiert. Die F.D.P. in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verstand sich als liberale Alternative zu der ehemaligen Blockpartei Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD). Da diese aber über feste Organisationsstrukturen und einen Mitgliederstamm von mehr als 100.000 Personen verfügte, gelang es der F.D.P. kaum, ein eigenes wahrnehmbares Profil zu entwickeln.

Zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 schloss die F.D.P. ein Wahlbündnis mit der Liberal-Demokratischen Partei (LDP), so nannte sich die LDPD seit Februar 1990, sowie der Deutschen Forumspartei (DFP). Gemeinsam traten die Liberalen als Bund Freier Demokraten an und setzten sich für eine schnelle Einführung der Sozialen Marktwirtschaft und den Vollzug der Deutschen Einheit ein. Große Unterstützung erfuhr der Bund durch die bundesdeutsche F.D.P. und erreichte ein Ergebnis von 5,3 %. Die Liberalen beteiligten sich an der Regierung von Ministerpräsident Lothar de Maizière. Die ostdeutsche F.D.P. sowie die anderen Parteien des Bundes Freier Demokraten vereinigten sich am 11. August 1990 mit der westdeutschen F.D.P. zur gesamtdeutschen F.D.P.


Glossar
Literatur