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Mit dem Ferienpass kostenlos in den Bunker
Kategorie: PressemitteilungDas Museum im Stasi-Bunker öffnet am 28. und 29. 06. 2025 von 13 - 16 Uhr Präsentation der Fotoausstellung "Voll der Osten"
Am kommenden Wochenende öffnet das Museum im Stasi-Bunker bei Machern wieder von 13:00 - 16:00 Uhr und für alle Schulkinder mit einem Ferienpass ist der Besuch kostenlos.
Am kommenden Wochenende kann das Museum im Stasi-Bunker wieder besichtigt werden. Kinder und Jugendliche mit einem Ferienpass können gegen Abgabe des Coupons den ehemals streng geheimen Bunker der Leipziger Stasi kostenlos erkunden. Während des Besuchs erfährt man, wie sich der frühere Geheimdienst in der DDR auf einen Kriegsfall vorbereitete und den Bunker dafür nutzen wollte.
Aber auch ohne Ferienpass kann das Museum im Stasi-Bunker besucht werden. Dann beläuft sich der Eintrittspreis auf 7,00 Euro pro Person bzw. 5,00 Euro für Ermäßigungsberechtigte. Darüberhinaus können größere Gruppen jederzeit einen extra Besichtigungstermin vereinbaren. Kontakt und weitere Angebote: www.runde-ecke-leipzig.de
Der Bunker war die Ausweichführungsstelle der Leipziger Staatssicherheit.
Inmitten des Naherholungsgebietes „Lübschützer Teiche“, etwa 30 km östlich von Leipzig, befindet sich der ehemalige Stasi-Bunker. Am Rande des beliebten Ausflugsortes in Machern baute die Stasi Ende der 1960er Jahre den Bunker als Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig. Der ca. 100 Mann starke Führungsstab um den Leipziger Stasi-Chef Manfred Hummitzsch hätte hier auch im Falle eines Krieges seine Arbeit fortsetzen wollen.
Bis 1989 wurde die unterirdische Anlage funktionsbereit gehalten, um die geheimpolizeiliche Tätigkeit von dort aus weiterzuführen und auch im Fall eines Ausnahmezustandes den Machtanspruch des SED-Regimes aufrechterhalten. Die Planungen reichten von der weiteren und noch intensiveren Überwachung der Bevölkerung bis hin zu vorbereiteten Isolierungslagern für Oppositionelle.
Zur Umsetzung der Pläne und Belegung der Ausweichobjekte einschließlich des Bunkers kam es dank der Friedlichen Revolution im Herbst ´89 zum Glück nie.
An diesem Wochenende wird auch die Plakatausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ eröffnet.
Die Ausstellung der OSTKREUZ Agentur der Fotografen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald. Er zog in den achtziger Jahren durch Ost-Berlin und fotografierte, was andere übersehen oder für uninteressant halten: kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern.
Hauswalds Bilder prägen das Bild der späten DDR und werden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Die OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von 7 ostdeutschen Fotografen und Fotografinnen gegründet und gilt heute als das renomierteste Fotografenkollektiv Deutschlands. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.
Weitere Informationen: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/voll-der-osten
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