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Zum letzten Mal in diesem Jahr hat das Museum im Stasi-Bunker Machern zwischen den Feiertagen am 27. und 28. Dezember 2025 geöffnet. Dann ist auch die Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu sehen
Kategorie: PressemitteilungAm Ende diesen Jahres besteht noch einmal die Möglichkeit, das Museum im Stasi-Bunker bei Machern zu besuchen. Das letzte Wochenende fällt in diesem Monat auf den 27. und 28. Dezember 2025, sodass an beiden Tagen von 13.00 bis 16.00 Uhr noch einmal die unterirdische Anlage der Leipziger Staatsicherheit besichtigt werden kann.
Wer zwischen Weihnachten und Neujahr noch einen ineressanten Ausflug machen möchte, kann am 27. und 28. Dezember 2025 den unterirdischen Bunker besichtigen, den die Stasi Ende der 1960er Jahre heimlich für den Kriegsfall baute und als Ferienanlage des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Leipzig tarnte. Der Bunker – die ehemalige Ausweichführungsstelle (AFüSt) des Leipziger Stasi-Chefs – befindet sich inmitten des Naherholungsgebietes Lübschützer Teiche, 30 Kilometer östlich von Leipzig entfernt.
Hier sollte der Leipziger Stasi-Chef Manfred Hummitzsch zusammen mit seinem Führungsstab auch im Kriegsfall seine Arbeit zum Schutz der SED-Diktatur fortsetzen können. Dafür war an alles gedacht worden: Luftfilter, Notstromaggregate, Krankenstation, Nachrichtentechnik, Schlafräume und Küche. Während des Rundgangs durch die unterirdische Anlage erfährt man interessante Details zur Baugeschichte, wie die Versorgungssysteme funktionierten und DDR-weit Nachrichtenkontakte zustande gekommen wären. Die Planungen die mit dem Bunkerbau einhergingen reichten von der weiteren und noch intensiveren Überwachung der Bevölkerung bis hin zu bereits vorbereiteten Isolierungslagern für Oppositionelle.
Das Bürgerkomitee Leipzig e.V. bietet auch im nächsten Jahr ganzjährig, immer am letzten Wochenende im Monat, öffentliche Rundgänge durch den Bunker an. Außerdem können Gruppen jederzeit einen extra Termin für eine Führung vereinbaren.
Weitere Informationen unter: www.runde-ecke-leipzig.de
An beiden Tagen kann auch noch einmal die Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ mit Fotos von Harald Hauswald besichtigt werden
Die Ausstellung der OSTKREUZ Agentur der Fotografen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald. Er zog in den achtziger Jahren durch Ost-Berlin und fotografierte, was andere übersehen oder für uninteressant halten: kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern.
Hauswalds Bilder prägen das Bild der späten DDR und werden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Die OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von 7 ostdeutschen Fotografen und Fotografinnen gegründet und gilt heute als das renomierteste Fotografenkollektiv Deutschlands. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.
Weitere Informationen unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/voll-der-osten
- Dateien:
pm_754_bunkeroeffnung.pdf131 K





