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Das Museum im Stasi-Bunker hat am Samstag und Sonntag, den 26. und 27. September 2026 wieder geöffnet
Kategorie: PressemitteilungNach dem Festwochenende zum 30jährigen Jubiläum des Museums im Stasi-Bunker kann man den original eingerichteten Bunker wieder am letzten Wochenende im September besichtigen und mehr über die Ernstfallplanungen der Staatssicherheit erfahren. An beiden Tagen hat die Bunkeranlage jeweils von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Außerdem ist im Besucherzentrum der Bunkeranlage die neue Sonderausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“ zu sehen.
Während des Rundgangs durch die unterirdische Anlage werden interessante Details zur Baugeschichte erläutert, wie die Versorgungssysteme funktionierten und DDR-weit Nachrichtenkontakte zustande gekommen wären. Auch das oberirdische Bunkergelände, das auch für die Tarnung der Bunkeranlage genutzt worden ist, kann mit all seinen original erhaltenen Bauten und Anlagen besichtigt werden.
Größere Gruppen können außerdem jederzeit einen Termin für eine individuelle Sonderführung buchen. Weitere Angebote und Informationen unter: www.runde-ecke-leipzig.de
Seit 30 Jahren ein Museum: die ehemalige geheime Ausweichführungsstelle der Leipziger Stasi in Machern
Der ehemalige Stasi-Bunker befindet sich inmitten des Naherholungsgebietes „Lübschützer Teiche“, etwa 30 km östlich von Leipzig. Am Rande des beliebten Ausflugsortes in Machern baute die Stasi Ende der 1960er Jahre den Bunker als Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig. Ein 100 Mann starker Führungsstab um den Leipziger Stasi-Chef hätte hier auch im Falle eines Krieges seine Arbeit fortsetzen wollen.
Bis 1989 wurde die unterirdische Anlage funktionsbereit gehalten, um die geheimpolizeiliche Tätigkeit von dort aus weiterzuführen und auch im Fall eines Ausnahmezustandes den Machtanspruch des SED-Regimes aufrechterhalten. Die Planungen reichten von der Überwachung der Bevölkerung bis hin zu vorbereiteten Isolierungslagern für Oppositionelle. Zur Umsetzung der Pläne und Belegung des Bunkers kam es dank der Friedlichen Revolution im Herbst ´89 zum Glück nie.
Präsentation der Ausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“
Im Besucherzentrum der Bunkeranlage wird die Sonderausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“ präsentiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen der Kulturstiftung Leipzig und dem Kulturraum Leipziger Raum. Über 200 Denkmale der beiden Landkreise werden in ihrer kulturhistorischen Bedeutung, mit Hintergrundinformationen und Anekdoten abgebildet und beschrieben.
Auch der ehemalige Stasi-Bunker steht mit all seinen original erhaltenen Gebäude und Anlagen unter Denkmalschutz. Wenngleich das unterirdische Gebäude weniger repräsentativ als Schlösser, Parks und Kirchen erscheint, besitzt auch die Bunkeranlage einen kulturhistorischen Wert, dessen Bau- und Nutzungsgeschichte ihn zu einem wichtigen Zeugnis der Geschichte macht.
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pm_768_bunkeroeffnung.pdf128 K





