Museumsnacht 2026
Das gesamte Programm im Einzelnen (Änderungen unter Vorbehalt)
Programm in der Ehemaligen Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR:
18.00 bis 24.00 Uhr finden ständig Führungen zur Geschichte der Todesstrafe in der DDR statt. In dem abgetrennten Teil der früheren Haftanstalt im Leipziger Süden befand sich ab 1960 in der Heizerwohnung die zentrale Hinrichtungsstätte. In den noch original erhaltenen Räumen wurden alle DDR-Todesurteile unter absoluter Geheimhaltung zentral vollstreckt. Die Räume sind sonst nicht zu besichtigen.
Programm im Museum im Stasi-Bunker Machern:
17.00 bis 23.00 Uhr finden ständig Rundgänge in der geheimen Ausweichführungsstelle der Leipziger Stasi statt, zur Mobilmachungsplanung, den DDR-weiten Nachrichtenkontakten, der Vorbereitung auf den Tag „X“ oder der geplanten Einrichtung von Isolierungslagern für Oppositionelle. Auch im Ernstfall wollte die Stasi als „Schild und Schwert“ der Partei die SED-Diktatur sichern. Zugänglich sind das 1.500m² große Bunkerinnere und das rund 5 Hektar umfassende denkmalgeschützte Gesamtgelände. Im ehemaligen Kommandantenwohnhaus der Bunkeranlage ist die Plakat- und Fotoausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR zu sehen. Sie zeigt Bilder des Berliner Fotografen Harald Hauswald.
Programm in der historischen Ausstellung „STASI – Macht und Banalität“:
18.00 – 24.00 Uhr: ständig Erläuterung:
„Nichts bleibt verborgen: Telefon- und Postkontrolle“
Täglich öffneten die Stasi-Offiziere allein in Leipzig etwa 2.000 Briefe und drangen damit in das Privatleben der Bürger ein. Die einzigen heute noch erhaltenen Geräte zur Post- und auch Telefonkontrolle des MfS sind Beweise dieser Schnüffelei und in der Ausstellung zu sehen.
18.00 – 24.00 Uhr: ständig Erläuterung:
„Der Weg der Stasiakten 1989/1990 - Von der Kollermaschine zur Aktenöffnung“
Im Herbst 1989 begann die Stasi, jahrelang gesammelte Informationen über DDR-Bürger zu vernichten. Durch die Aktenöffnung kann nun jeder mit eigenen Augen das Ausmaß der Beobachtungen sehen.
18.00 – 24.00 Uhr: ständig Erläuterung:
„Psychoterror statt Stasi-Haft. Die Zersetzungsmaßnahmen der Stasi“
Mit diesen Methoden wurden Regimekritiker unschädlich gemacht: Telefonterror, Versendung kompromittierender Fotos oder von der Stasi angeordnete falsche ärztliche Behandlung.
18.00 – 24.00 Uhr: ständig Erläuterung:
„Statt ‚Weltenbummeln‘ – Reise in den Stasi-Knast“
An der harten innerdeutschen Grenze endete die Flucht in die Freiheit und mündete in engen Zellenwänden. Zersetzungsmethoden der Stasi wie Schlafentzug und zermürbende Verhöre gehörten für die Häftlinge zum Alltag.
18.00 – 24.00 Uhr: ständig Erläuterung:
„Getreu der Ideologie der Tscheka: die Stasi als bewaffnete Geheimpolizei
Tod statt vielfältigem Leben: Die sowjetische Geheimpolizei „Tscheka“ setzte die kommunistische Diktatur ab 1917 mit Gewalt durch. Auch die Menschen in der Ukraine erleben die grausame Ideologie Putins.
Programm auf dem Gelände der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung:
18.00 – 24.00 Uhr: ständige Besichtigung der Open Air Ausstellung direkt hinter der Klinger-Treppe (Zugang über die Ausstellung in der „Runden Ecke“):
„Von der Burg zur Stasizentrale“ – Erinnerungen an den Leipziger Matthäikirchhof
Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ präsentiert diese Ausstellung im Rahmen der Diskussion um die Zukunft des Areals. Die 1000-jährige Stadtgeschichte von der „urbe libzi“ bis zu den Stasi-Bauten wird erfahr- und nachvollziehbar.
19.00 – 20.30 Uhr: Gelände-Rundgang (Treffpunkt Stasi-Innenhof):
„Stasi intern – durch die ehemalige Leipziger Stasi-Zentrale“
Beim Rundgang durch die ehemalige „Zwingburg der SED-Diktatur“ werden die noch sichtbaren steinernen Zeugnisse der Stasi-Epoche gezeigt und anhand von Fotos erläutert. Zu sehen ist die Garage, in der die Stasi Offiziere fieberhaft ihre Beweise ihres Tuns vernichtet haben. Papierbreireste kleben noch an den Wänden und das große Förderband ist der noch sichtbare Beleg für die großen Massen Papier, die sie glaubten der Nachwelt entreißen zu müssen. Auch die möglichen Entwicklungen des zukünftigen Areals Matthäikirchhof sind ein Schwerpunkt des Rundganges Thema.
21.00 – 22:00 Uhr: Gelände-Rundgang (Treffpunkt Stasi-Innenhof):
„Die archäologischen Spuren der Keimzelle Leipzigs“
Das Landesamt für Archäologie und das Bürgerkomitee Leipzig kooperieren an diesem Abend mit einer gemeinsamen Veranstaltung auf dem Stasi-Areal. Um 21.00 Uhr nimmt Mirco Oehlert die Besucher mit auf eine spannende Reise in die Stadtgeschichte vor 1.000 Jahren, anhand der archäologischen Überreste, die sich unter dem Boden des von der Stasi genutzten Matthäikirchhofs befinden.
Programm im ehemaligen Stasi-Kinosaal:
17.30 und 18.15 Uhr: Filmvorführung:
„Die Leipziger Stasi-Zentrale – DDR-Relikt in bester Citylage“
Der Film aus der Reihe „Der Osten – entdecke, wo Du lebst“ (MDR 2021) blickt auf die 1000- jährige Geschichte des Matthäikirchhofs und seiner künftigen Umgestaltung
18.30 – 19.15 Uhr: Filmvorführung:
Stasi-Schulungsfilm „Der Revisor“
Nur ihren eigenen Mitarbeitern zeigte die Stasi, wie man auf offener Straße einen regimekritischen Schriftsteller ohne großes Aufsehen verhaftet oder heimlich in seine Wohnung einbricht und alles fotografiert.
19.30 – 20.00 Uhr: Filmvorführung:
„Kripo live: Säuglingsmorde in der Frauenklinik.“
1985: Auf der Frühchenstation der Leipziger Frauenklinik werden viele Kinder krank, ein Neugeborenes stirbt. Weitere Kindstode folgen. Die Stasi übernahm die Ermittlungen, um diese Verbrechen geheim zu halten.
20.15 – 21.00 Uhr: Filmvorführung:
„Nach drüben – Oststars wechseln die Seiten“
Flucht und Ausreise spiegelten die politischen Verhältnisse in der DDR. Eine Signalwirkung besaß dabei der Weggang prominenter Künstler wie Veronika Fischer oder Reiner Schöne, deren Musik dem Film den Soundtrack liefert.
21.15 – 21:45 Uhr: Filmvorführung:
Stasi-Schulungsfilm „Wer ist Wer? Über die Zusammenarbeit mit IM Eva“
Der Film schildert die Aufgaben der Führungsoffiziere von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) am realen Fall: Vom Beginn der Zusammenarbeit bis zu ihrer Aufkündigung durch IM „Eva“. Es folgt die Bearbeitung des Spitzels durch den Führungsoffizier zur Zurückgewinnung in einem konspirativen Objekt.
22.00 – 22.45 Uhr: Filmvorführung:
„Die Leipziger Stasi-Zentrale – DDR-Relikt in bester Citylage“
Der Film aus der Reihe „Der Osten – entdecke, wo Du lebst“ (MDR 2021) blickt auf die 1000- jährige Geschichte des Matthäikirchhofs und seiner künftigen Umgestaltung
23.00 – 23:20 Uhr: Filmvorführung:
Stasi-Schulungsfilm „Bosse, Schleuser, Tipper. Menschenhandel an der Staatsgrenze“
MfS-interne Schulung über Methoden von Fluchthelferorganisationen. Der Film zeigt konkrete Fluchtaktionen und Propagandainhalte zur Diffamierung der Fluchthilfe. Er verdeutlicht die Maßnahmen gegen die sogenannte Republikflucht und enthält Aussagen der Fluchthelfer bei Verhören durch die Stasi und vor DDR-Gerichten.
23.30 – 24:00 Uhr: Filmvorführung:
„Kripo live: Säuglingsmorde in der Frauenklinik.“
1985: Auf der Frühchenstation der Leipziger Frauenklinik werden viele Kinder krank, ein Neugeborenes stirbt. Weitere Kindstode folgen. Die Stasi übernahm die Ermittlungen, um diese Verbrechen geheim zu halten.
Eintrittskarten können online auf der Internetseite und in den dort ausgewiesenen Vorverkaufsstellen erworben werden.
www.museumsnacht-halle-leipzig.de/tickets
Außerdem gibt es an allen drei Orten der Gedenkstätte eine Abendkasse, wo noch Tickets erworben werden können.
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