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Inventar-Nr: 12732/1
Objekt: Medaille


Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee in Bronze

Die Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee in Bronze erhielt ein Oberleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Die Verleihung der Medaille erfolgte zusammen mit einer Urkunde am 8. Februar 1968, dem 18. Jahrestag der Gründung des MfS. Avers zeigt die Medaille mit glattem Rand und Randstäbchen die nach links gewandten Brustbilder eines Angehörigen der Landstreitkräfte (Soldat), der Luftstreitkräfte (Pilot) und der Seestreitkräfte (Matrose). Darunter ist die links und rechts von je einem dreiblättrigen Eichenlaubzweig mit Eichel flankierte Inschrift "DDR" angebracht. Umschlossen wird die Abbildung von der durch zwei Punkte getrennten Umschrift "FÜR HERVORRAGENDE VERDIENSTE NATIONALE VOLKSARMEE". Revers ist das Dienstemblem der Nationalen Volksarmee dargestellt. Die Medaille besitzt eine Öse, an der eine pentagonale Bandspange befestigt ist, die mit dreifarbigen 24 mm breitem Band bezogen ist. Das rote Band besitzt an beiden Seiten 3 mm breite schwarz-rot-goldgelbe Randstreifen. Zur Medaille gehört eine mit dem gleichen Band bezogene Interimsspange (vgl. alle Auszeichnungen und Dokumente dieses MfS-Angehörigen).

Die Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee (NVA) wurde am 1. Juni 1956 in den Stufen Gold, Silber und Bronze gestiftet. Sie wurde "für hervorragende Verdienste und Einsatzbereitschaft beim Aufbau und bei der Festigung der Nationalen Volksarmee, für hervorragende Leistungen bei der Truppenführung und in der politischen und militärischen Ausbildung und Erziehung sowie für hervorragende Leistungen bei der Pflege und Instandsetzung der technischen Ausrüstung und Bewaffnung an Armeeangehörige, an Personen, die nicht Angehörige der NVA sind und an militärische Kollektive" verliehen. Seit 1978 erhielten die Ausgezeichneten auch eine finanzielle Zuwendung (Prämie). Die Medaille wurde von dem Berliner Grafiker Paul Gensch entworfen (vgl. alle Verdienstmedaillen der Nationalen Volksarmee und auch die Verdienstmedaillen der Kampfgruppen der Arbeiterklasse).

Das MfS besaß in der gesamten Zeit seines Bestehens, von der Gründung 1950 bis zu seiner Auflösung 1990, nur eine staatliche Auszeichnung, den Ehrentitel "Verdienter Mitarbeiter der Staatssicherheit". Der Minister für Staatssicherheit war laut den Statuten auch berechtigt die Auszeichnungen der bewaffneten Organe, den Friedrich-Engels-Preis und den Theodor-Körner-Preis, zu verleihen. Er verlieh aber auch Auszeichnungen, die eigentlich laut Statut nur durch den Minister für Nationale Verteidigung verliehen werden durften. Einige der staatlichen und nichtstaatlichen Auszeichnungen der Nationalen Volksarmee überreichte man auch an die Angehörigen des MfS. Aufgrund der Unterstellung der Deutschen Grenzpolizei (DGP) von 1952 bis 1957 unter das MfS können auch die Auszeichnungen aus diesem Zeitraum, die "Medaille für vorbildlichen Grenzdienst" und das "Leistungsabzeichen der Deutschen Grenzpolizei" dem MfS zugeordnet werden. Aber auch die "Medaille für treue Dienste in der Kasernierten Volkspolizei" und das "Leistungsabzeichen der Kasernierten Volkspolizei" sowie das "Ehrenzeichen der Deutschen Volkspolizei" und die "Medaille für treue Dienste in der Deutschen Volkspolizei" erhielten MfS-Mitarbeiter (vgl. alle Auszeichnungen im MfS).


Sammlung: Orden, Abzeichen
Datierung: 08.02.1968
Hersteller: unbekannt
Maße: Medaille: Durchmesser: 34,7 mm;
Bandspange: Höhe: 35 mm; Breite: 47 mm;
Schachtel: Breite: 6,3 cm; Tiefe: 12,3 cm; Höhe: 2 cm;
Interimsspange: Breite: 15 mm; Höhe: 14 mm
Material: Medaille: Buntmetall,
Band: Stoff,
Spange: Metall,
Schachtel: Kunststoff,
Polster: Stoff
Farbe: Medaille: bronze,
Band: schwarz, rot, goldgelb,
Schachtel: schwarz,
Deckel: transparent,
Polster: violett
Verwendung: Auszeichnung










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