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Inventar-Nr: B02351
Objekt: Broschüre


Broschüre "The first mass deportation of the inhabitants of Latvia"
june 14, 1941

Die kleine Broschüre in englischer Sprache mit dem Titel "Die erste Massendeportation der Einwohner von Lettland am 14. Juni 1941" wurde vom Staatsarchiv Lettland mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission herausgegeben. Es handelt sich um eine Zusammenfassung einer Studie über die durchgeführte Massendeportation in Lettland während der ersten sowjetischen Besetzung im Jahr 1941 (Eine weitere Massendeportation erfolgte 1949 während der zweiten Besetzung durch die Sowjetunion). Als Belege sind eine Statistik und einige Dokumente aus den Lettischen und Russischen Staatsarchiv abgedruckt, ergänzt durch Fotografien aus der Sammlung des Okkupationsmuseums Lettland und aus privaten Archiven. Eine beigelegte Karte informiert über den Anteil der deportierten Bevölkerung in den einzelnen lettischen Verwaltungsgebieten und über die Umsiedlungsgebiete in der Sowjetunion (vgl. auch die Publikationen des Museums der lettischen Volksfront und ein Gedenkalbum der Vereinigung der ehemaligen politischen Häftlinge in Rumänien).

Während der sowjetischen Okkupationen 1940 und ab 1944 wurden etwa 100.000 Letten deportiert und tausende ermordet. Die erste Massendeportation erfolgte in der Nacht vom 13. zum 14. Juni 1941, durchgeführt durch NKWD und NKGB (aus dem später der KGB hervorging). 15.443 Einwohner Lettlands, unter ihnen 3.741 Kinder unter 16 Jahren, deportierte man in entfernte Regionen in der Sowjetunion. Viele Männer wurden von ihren Familien getrennt, verhaftet und landeten in den berüchtigten Arbeitslagern (Gulag). Frauen und Kinder steckte man in Zwangsansiedlungen. 700 Personen wurden während der Haft erschossen, 3.453 starben in den Lagern und 1.940 in den Zwangsansiedlungen.

In der Bundesrepublik Deutschland trägt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bei. Zu den zahlreichen Partnern der Bundesstiftung gehört auch das Bürgerkomitee Leipzig, dessen Projekte sie - soweit möglich - finanziell unterstützt. Die Bundesstiftung arbeitet auch eng mit Institutionen im Ausland zusammen und befördert die Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen in Ostmitteleuropa.


Sammlung: Buch
Hersteller: SIA Nordik
Maße: Breite: 11,5 cm; Länge: 19 cm; Höhe: ,5 cm
Material: Papier
Farbe: Einband: braun, weiß,
Aufdruck: rot,
Karte: mehrfarbig

Autor/Herausgeber: Bleiere, Daina
Riekstins, Jšnis
Verlag: Latvian State Archive
Erscheinungsjahr: 2007
Erscheinungsort: Riga
Auflage: 1. Auflage
Umfang: 48 S.








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