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Inventar-Nr: F.A.02261
Objekt: Fotografie


Bunker der ehemaligen Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig in Machern

Auf dem Foto ist der Gang 7 im Bunker der Ausweichführungsstelle (AFüSt) des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig (Bunker bei Machern) zu sehen. Dieser Arbeitsgang war der Fernschreibtechnik vorbehalten und mit sieben Fernschreibmaschinen ausgestattet. Neben dem Fernschreiber T 63 befanden sich auch die des Typs T 51 dort.

Die Fernschreiber im Bunker sollten als Empfangs- und Sendeeinheit genutzt werden. Allein über vier der sieben Fernschreiber sollte es möglich sein, unter Einsatz der entsprechenden Technik, chiffrierte Nachrichten zu senden und zu empfangen. Die Fernschreib- und Fernsprechvermittlung im Bunker sowie die MSN7/70 (Selbstwahlvermittlung des Bunkers) brauchten Leitungen nach draußen, damit ein Kontakt zur Außenwelt möglich wurde. Für das Herstellen dieser Leitungen war die Übertragungstechnik zuständig. Die Nachrichtenübertragung erfolgte über das Fernmeldenetz. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gab es neben dem öffentlichen Fernschreibnetz der Deutschen Post auch das S1-Netz für Behörden und staatliche Organe.

Im vorderen Bereich befanden sich die Fernschreibstelle und die Fernschreibvermittlung. Die rechts stehenden Fernschreiber vom Typ T 51 konnten auf Draht-, Funk-, und Richtfunkverbindungen eingesetzt werden.
Im hinteren Bereich durch ein Gitter gesichert stand auch Technik zum Chiffrieren und Dechiffrieren, zu dem nur befugte Mitarbeiter der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig (BVfS) Zutritt hatten.
Hinter dem Garderobenständer sind zwei RDU-Geräte zur Sauerstoffregenerierung mit dazugehörenden Regenerierungsstoffeinsätzen W-64 zu erkennen.



Sammlung: Dokumentation Bunkeranlagen
Datierung: 07.02.1990
Fotograf: Dlugos, GŁnter








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