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Inventar-Nr: 02413
Objekt: Orden


Kampforden "Für Verdienste um Volk und Vaterland" in Gold

Bei der vorliegenden staatlichen Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) handelt es sich um den Kampforden "Für Verdienste um Volk und Vaterland" in Gold, hier in einer Ausführung von 1973 bis 1990. Der vergoldete Orden aus Buntmetall hat die Form einer fünfeckigen gehämmerten Platte auf die ein gleichfalls fünfeckiger gleichgroßer Stern aufgeprägt ist. In der Mitte befindet sich ein Medaillon das auf rotem Grund das Dienstemblem der Nationalen Volksarmee (NVA) zeigt (Staatswappen der DDR mit der Umschrift "FÜR DEN SCHUTZ DER ARBEITER-UND-BAUERN-MACHT" umgeben von zwei halbkreisförmig gebogenen Lorbeerzweigen). Um das Medaillon liegt ein schmaler weiß emaillierter Ring von 22 mm Durchmesser. Der Orden besitzt eine Öse an der eine pentagonale Bandspange befestigt ist, die mit zweifarbigen 24,5 mm breitem Band bezogen ist. Die vier goldgelbfarbigen und drei weinroten Streifen sind jeweils 3,5 mm breit. Zum Orden gehört eine mit dem gleichen Band bezogene Interimsspange mit zwei aufgelegten 22 mm langen gekreuzten Dolchen aus Metall in der Farbe der Ordensstufe.

Der Kampforden wurde am 17. Februar 1966 vom Ministerrat der DDR in den Stufen Gold, Silber und Bronze gestiftet. Verliehen wurde er für "hervorragende Leistungen bei der Erhöhung der Kampfkraft und Gefechtsbereitschaft der NVA und der Erfüllung der Aufgaben beim Schutz der Staatsgrenze der DDR". Mit dem Orden konnten Verbände, Truppenteile, Einrichtungen und Einzelpersonen der NVA, der Grenztruppen, der Deutschen Volkspolizei (DVP), der Kampfgruppen, der Zivilverteidigung (ZV) und des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), aber auch Zivilpersonen und ausländische Militärangehörige ausgezeichnet werden. Die Verleihung erfolgte seit 1978 durch den Minister für Nationale Verteidigung anlässlich der Jahrestage der DDR, der NVA, der Grenztruppen oder direkt nach einer vollbrachten Leistung. Der Orden wurde zusammen mit einer Urkunde und später auch mit einer finanziellen Zuwendung ("Prämie") verliehen.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) besaß in der gesamten Zeit seines Bestehens, von der Gründung 1950 bis zu seiner Auflösung 1990, nur eine staatliche Auszeichnung, den Ehrentitel "Verdienter Mitarbeiter der Staatssicherheit". Der Minister für Staatssicherheit war laut den Statuten auch berechtigt die Auszeichnungen der bewaffneten Organe, den Friedrich-Engels-Preis und den Theodor-Körner-Preis, zu verleihen. Er verlieh aber auch Auszeichnungen, die eigentlich laut Statut nur durch den Minister für Nationale Verteidigung verliehen werden durften. Einige der staatlichen und nichtstaatlichen Auszeichnungen der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) überreichte man auch an die Angehörigen des MfS. Aufgrund der Unterstellung der Deutschen Grenzpolizei (DGP) von 1952 bis 1957 unter das MfS können auch die Auszeichnungen aus diesem Zeitraum, die "Medaille für vorbildlichen Grenzdienst" und das "Leistungsabzeichen der Deutschen Grenzpolizei" dem MfS zugeordnet werden. Aber auch die "Medaille für treue Dienste in der Kasernierten Volkspolizei" und das "Leistungsabzeichen der Kasernierten Volkspolizei" sowie das "Ehrenzeichen der Deutschen Volkspolizei" und die "Medaille für treue Dienste in der Deutschen Volkspolizei" erhielten MfS-Mitarbeiter (vgl. alle Auszeichnungen im MfS).


Sammlung: Orden, Abzeichen
Datierung: 1973-1990
Hersteller: VEB Präwema Markneukirchen
Maße: Orden: Breite: 4 cm; Höhe: 4,2 cm;
Ordensspange: Breite: 4,9 cm; Höhe: 4 cm;
Interimsspange: Breite: 2,5 cm; Höhe: 1,4 cm;
Auflage: Breite: 2,2 cm;
Schachtel: Breite: 6,3 cm; Höhe: 2 cm; Tiefe: 12,3 cm
Material: Orden: Buntmetall,
Band: Stoff,
Spange: Metall,
Schachtel: Kunststoff,
Polster: Schaumstoff
Farbe: Orden: gold,
Spange: goldgelb, weinrot,
Auflage: gold,
Schachtel: schwarz,
Deckel: transparent,
Polster: gelb
Verwendung: Auszeichnung





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ausgedruckt am 18.06.2018